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03-08-2006 Russland und Nahost
Israel bescheinigt Russland weise Haltung zum Nahen Osten
Israel ist der Ansicht, dass Russland zum Nahen Osten die "am besten durchdachte und ausgewogenste Haltung einnimmt", "sehr viel ausgewogener als die Haltung anderer Länder", hat der israelische Botschafter in Moskau, Arkadij Mil-Man, am Donnerstag erklärt.

Mil-Man wandte sich zugleich gegen Behauptungen, wonach Russland angeblich scharf antiisraelische Positionen beziehe.

Zum Thema eines internationalen Truppenkontingents betonte er, dass Israel bisher keine Entscheidung über die Stationierung von internationalen Kräften im Konfliktgebiet getroffen habe. "Wenn wir von internationalen Truppen sprechen, dann ist das eine Frage für die Diskussion. Bisher ist keine Entscheidung gefallen. Wir haben bisher noch keinen klaren Vorschlag übermittelt bekommen, über den wir diskutieren könnten", ließ er wissen.

Nach seiner Sicht müsse "die multinationale Truppe Kampferfahrung mitbringen und Erfahrungen bei Friedensmissionen, damit ihre Präsenz im Südlibanon effektiv ist", sagte der Diplomat vor den Journalisten.

Die UN-Truppe im Libanon bezeichnete der Botschafter als ineffizient. Auf die Möglichkeit angesprochen, dass russische Truppen in das Konfliktgebiet entsandt werden könnten, stellte Mil-Man fest: "Ich kann diese Frage nur schwerlich beantworten. Sie muss der russischen Seite gestellt werden".

Mil-Man meint, dass es dem Wesen nach "ein absolut anderes Kontingent" sein müsse. "Das müssen reale militärische Kräfte sein, die über Erfahrungen für eine solche Operation verfügen. Eine beliebig andere Präsenz der internationalen Kräfte wird ineffektiv und sinnlos sein", sagte er. [ RIA Novosti ]