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07-08-2006 Russland und Nahost
Behendigkeit von Journalisten half Hisbollah bei der Feuerkorrektur
Bilder, die von TV-Kanälen live gesendet wurden, haben den Hisbollah-Extremisten bei der Feuerkorrektur geholfen, als diese die Umgebung der israelischen Siedlung Kfar Giladi beschossen, wobei am Vortag zwölf Militärangehörige ums Leben gekommen sind.

Das behauptet einer der Offiziere, die für die Arbeit mit der Presse verantwortlich sind.

Bei Kfar Giladi hat die israelische Armee die höchsten Verluste seit Beginn des libanesischen Feldzuges erlitten. Die Raketen trafen eine Reservistenkompanie, die im offenen Feld unweit der Grenze eine Ruhestellung bezogen hatte.

"Die Rakete traf die Stelle, an der Matratzen lagen und Menschen hin- und hergingen. Die Leiber waren furchtbar verbrannt... Es hat die Leute auf eine Weise auseinandergesprengt, dass man auf den Knien kriechen musste, um die Körperreste aufzusammeln oder von den Mauern abzukratzen", hat der RIA Novosti am Montag ein Offizier erzählt, der praktisch sofort am Ort der Tragödie eintraf.

"Dort besteht eine kleine Brücke, einige suchten darunter Deckung. Man geht und sieht direkt, wie ein Mensch gelaufen ist, wie es ihn von Seite zu Seite warf und wie sich eine Blutspur hinter ihm her zog... Dort gibt es sehr wohl Luftschutzkeller, aber man hatte ja nicht Zeit genug...", setzte der Gesprächspartner der RIA Novosti fort.

Nach Meinung des Militärs trafen die ersten Raketen die Ruhestellung der Kompanie zufällig, doch nachdem in den Massenmedien Sofortmeldungen über den Vorfall erschienen waren, nahmen die Extremisten den massierten Beschuss dieses Bezirkes wieder auf.

"Als die TV-Kanäle den Ort verlassen hatten - es ist übrigens wichtig, dass du darüber schreibst - , und die sendeten live, erhielten die Extremisten die Einschießkoordinaten. Während man die Verwundeten und Getöteten von dort zu transportieren versuchte, nahmen sie den Beschuss desselben Ortes wieder auf", erzählte der Augenzeuge der Ereignisse. [ RIA Novosti ]