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08-08-2006 Russland und Nahost
Moskau: UN-Resolution muss den Belangen des Libanons entsprechen
Russland tritt für eine solche Nahost-Resolution des UN-Sicherheitsrats ein, die den Belangen der libanesischen Seite Rechnung trägt. Dies erklärte der russische UN-Botschafter Vitali Tschurkin am Montag in New York.

Ein für den Libanon unannehmbarer Resolutionsentwurf dürfte nicht angenommen werden, denn er würde lediglich den Konflikt und die Gewalt schüren, sagte Tschurkin vor Journalisten nach Konsultationen im Weltsicherheitsrat. Ihm zufolge wird zurzeit intensiv an einem Resolutionsentwurf gearbeitet, der sowohl für die libanesische Regierung als auch für Israel annehmbar ist.

Der Stein des Anstoßes der französisch-amerikanischen Resolution ist die Frage des Abzugs der israelischen Truppen aus dem südlichen Libanon, teilte Tschurkin mit. Die Resolution sähe lediglich den Beginn eines "politischen Prozesses" vor, der im Endergebnis zum Rückzug der israelischen Armee führen soll. Dabei gebe es keine Garantie, dass dies in absehbarer Zeit passieren wird, stellte der russische UN-Botschafter fest. Die libanesische Regierung fordert, in der Resolution klar festzuschreiben, dass die israelischen Truppen den Südlibanon sofort nach der Einstellung der Kampfhandlungen verlassen müssen.

Tschurkin unterstützte den Vorschlag der libanesischen Führung, nach Abzug des israelischen Militärs ein 15 000 Mann starkes Kontingent der libanesischen Regierungstruppen in südlibanesischem Gebiet zu stationieren. [ RIA Novosti ]