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11-08-2006 Russland und Nahost
Kämpfe zwischen Israel und Libanon wurzeln im ungelösten Nahostkonflikt
Die Kampfhandlungen an der israelisch-libanesischen Grenze wurzeln in den ungelösten Konflikten im Nahen Osten, äußerte der Präsident des Zentrums für strategische und politische Studien in Moskau, Witali Naumkin.

"Dieser Konflikt darf nicht losgelöst von dem betrachtet werden, was auf israelisch-palästinensischer Ebene geschieht. Er ist Bestandteil der ungeklärten Konflikte im Nahen Osten", sagte er am Donnerstag auf einer Pressekonferenz bei RIA Novosti.

Er wies in diesem Zusammenhang Thesen zurück, die besagen, die Kampfhandlungen im Libanon lägen im Interesse des Irans. "Ich meine, dass der Iran an einer Normalisierung der Beziehungen mit dem Westen interessiert ist. Teheran will normale Beziehungen im Dialog mit den USA über das Atomprogramm, denn diese bringen ihm Sicherheitsgarantien seitens des Westens. Darum ist die Annahme unbegründet, dass der Iran die Lage im Libanon lenkt", führte er aus.

Naumkin sprach des Weiteren davon, dass "die Hauptspieler in dem Konflikt Pläne hegen, die weit über die Grenzen des israelisch-libanesischen Konflikts hinausreichen: den Machtsturz der radikal gestimmten Islamisten in Palästina und im Libanon".

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Der Historiker und Politologe Zeev Elkin, der Knessetabgeordneter ist, stellte seinerseits fest, dass Israel seit dem Jahr 2000, als die israelischen Truppen aus Südlibanon abgezogen sind, vor dem Explosionsrisiko an der Staatsgrenze gewarnt hat. An der Grenze zu Israel habe nicht die libanesische Armee gestanden. Sie sei vielmehr von bewaffneten Formationen der Hisbollah bewacht worden.

"Wir haben Provokationen erwartet. Sie sind an der Grenze auch wiederholt eingetreten, darunter auch Versuche, Soldaten zu kidnappen. Unerwartet war jedoch der Umfang der Operationen, die die Hisbollah ganz zu Beginn des Krieges durchgeführt hat, nämlich der massive Raketenbeschuss Israels", konstatierte er.

Der israelische Parlamentarier bestritt, dass Israel auf einen Krieg vorbereitet war. "Israel war schlecht auf die Lage eingestellt, denn niemand hat einen solchen Gang der Entwicklung erwartet. Wir haben eine Woche benötigt, um uns zu wappnen", stellte er fest. [ RIA Novosti ]