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13-08-2006 Russland und Nahost
Russland forderte alle Konfliktparteien auf UN-Resolution zu befolgen
Der EU-Außenbeauftragte Javier Solana hat Israel und die Hisbollah-Miliz zu einem schnellen Gewaltverzicht aufgerufen. Eine Waffenruhe sei "das wichtigste Ziel" der am Freitagabend vom UN-Sicherheitsrat verabschiedeten Resolution 1701, betonte Solana am Samstag bei einem Besuch in der libanesischen Hauptstadt Beirut.

"Je schneller (die Resolution) vor Ort umgesetzt wird, um so besser", fügte er hinzu. Nach der Waffenruhe könne die Verstärkung der UN-Friedenstruppe UNIFIL beginnen. Anschließend müsse sich Israel aus dem Südlibanon zurückziehen.

Solana wies darauf hin, dass die UN-Friedenstruppe auch nach der neuen UN-Resolution nur mit einem Mandat nach Artikel 6 ausgestattet sei. Allein der Artikel 7 gestattet Blauhelmsoldaten, im Falle einer Bedrohung des zu überwachenden Friedens zur Waffe zu greifen.

Russland forderte alle Konfliktparteien auf, "strikt" die UN-Resolution zu befolgen. Die Entschließung sei ein "erster Schritt, um diese extrem gefährliche Krise zu überwinden", erlärte das Außenministerium in Moskau.

Der UN-Nahost-Gesandte Alvaro de Soto sagte, ungeachtet der neuen israelischen Bodenoffensive erwarte er eine Abnahme der Kämpfe in den kommenden zwei Tagen. Die UNO habe Israel zum Abzug aus dem Libanon aufgefordert, sobald die libanesischen Truppen und die verstärkte UN-Mission im Süden des Landes stationiert worden seien. Dies könne einige Tage dauern. Eine Feuerpause sollte jedoch schon vorher in Kraft treten, betonte de Soto.