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07-09-2006 Russland und Nahost
Russland ruft zu Dialog mit Hamas und Hisbollah auf
Ein Dialog mit Hamas und Hisbollah ist notwendig, um diesen beiden Bewegungen mehr Verantwortung für die Schicksale der Menschen im Libanon und in Palästina zu überantworten, sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Donnerstag vor Journalisten.

"Je mehr Hamas und Hisbollah auf dem demokratischen Wege der Wahlen die Macht erlangen, desto mehr wird ihnen die Verantwortung für die Schicksale ihrer Wähler bewusst", betonte der russische Außenminister. "Dies war das Ziel unserer Arbeit mit Hamas in der letzten Zeit. Bei unseren Kontakten wollen wir die Bewegung zu mehr Verantwortung veranlassen."

Die Verantwortung dieser Bewegungen setze einen vorbehaltlosen Verzicht auf den Terrorismus sowie eine Anerkennung des Existenzrechts Israels und eine Annahme aller bereits getroffenen Vereinbarungen zwischen Israel und den Arabern voraus, führte Lawrow aus.

Seiner Meinung nach neigen beide Seiten immer mehr zu Dialog und nicht zu Isolation. Hamas und Hisbollah seien ein "integrierender Bestandteil des politischen Lebens" in Palästina und im Libanon. Beide Organisationen seien durch freie und demokratische Wahlen an die Macht gekommen. Weder Russland noch die Vereinten Nationen stufen sie als Terrororganisationen ein.

Lawrow erinnerte daran, dass die Außenminister der Europäischen Union bereits über die Notwendigkeit beraten haben, Kontakte zu diesen beiden Organisationen aufzunehmen. [ RIA Novosti ]