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03-10-2006 Russland und Nahost
Bush und Putin einig über gemeinsame Haltung im Atomstreit mit Iran
US-Präsident George W. Bush und der russische Präsident Wladimir Putin wollen im Atomstreit mit dem Iran an einem Strang ziehen. In einem Telefonat stimmten die beiden Präsidenten am Montag darin überein, das aus einer "gemeinschaftlichen Haltung" heraus Druck auf den Iran ausgeübt werden müsse, wie Bushs Sprecher Tony Snow sagte. Teheran müsse mit gemeinsamen Anstrengungen zum Verzicht auf sein Atomsprogramm bewegt werden.

Der EU-Außenbeauftragte Javier Solana warnte Teheran davor, auf Zeit zu spielen. Die Zeit für Gespräche über das Atomprogramm sei nicht unbegrenzt, sagte Solana am Rande des Treffens der EU-Verteidigungsminister im finnischen Levi. Gespräche des EU-Außenbeauftragen mit dem iranischen Chefunterhändler Ali Laridschani hatten am Mittwoch und Donnerstag vergangener Woche in Berlin keine Einigung gebracht. Beide Seiten werteten sie aber als positiv und konstruktiv. In dieser Woche sollte es einen erneuten Kontakt geben.

Laridschani wollte am Dienstag mit dem Vorsitzenden des russischen Sicherheitsrates, Igor Iwanow, in Moskau zusammenkommen. Wie die Nachrichtenagentur RIA-Nowosti meldete, sollte das Gespräch im Rahmen der regelmäßigen russisch-iranischen Sicherheitskonsultationen stattfinden. Iwanow war Ende Mai zu Besuch in Teheran gewesen. Russland sowie die vier anderen Vetomächte im UN-Sicherheitsrat und Deutschlabnd wollen den Iran insbesondere zu einem Verzicht auf sein umstrittenes Programm zur Urananreicherung bewegen.