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17-10-2006 Russland und Nahost
Israels Premier Olmert kommt zum ersten Mal nach Russland
Israels Premierminister Ehud Olmert kommt am Dienstag zu einem zweitägigen Arbeitsbesuch nach Russland, der für den 15. Jahrestag der Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen den beiden Ländern anberaumt ist.

Als Regierungschef besucht Olmert Russland zum ersten Mal. Das Programm seines Besuches sieht Verhandlungen mit dem Vorsitzenden der russischen Regierung Michail Fradkow, dem Außenminister Sergej Lawrow und anderen Vertretern der russischen Führung vor, teilte die Pressesprecherin des israelischen Premiers, Julia Braya, RIA Novosti mit.

Die Seiten würden verschiedene Aspekte bilateraler Beziehungen und ein breites Spektrum von internationalen Fragen, inklusive der Situation in palästinensischer, syrischer und libanesischer Richtung der Nahostregelung, besprechen.

Besondere Bedeutung messe die israelische Seite der Erörterung des iranischen Nuklearprogramms und der Gefahr der Verbreitung von Kernwaffen, Technologien und Materialien im Zusammenhang mit dem nordkoreanischen Atomtest, sagte die israelische Regierungssprecherin.

Israel halte das iranische Nuklearprogramm für eine Gefahr für die Existenz des jüdischen Staates und lasse die Versicherungen Teherans, seine Nuklearprojekte seien ausgesprochen friedlich, unbeachtet.

Israel sei beunruhigt sowohl mit der russischen Beteiligung am Bau des Kernkraftwerks in Bushehr, als auch mit den anvisierten Lieferungen von Fla-Raketenkomplexen Top-M1 an Iran. Die israelische Führung teile außerdem nicht die Position Moskaus, das Sanktionen gegen Teheran nicht unterstützt.

Olmert plane auch, so die Sprecherin, das Schicksal von drei israelischen Armeeangehörigen zu besprechen, die von libanesischen und palästinensischen Kämpfern gefangen genommen worden waren.

"Olmert will dieses Thema erörtern und der russischen Seite seinen Dank aussprechen. Er glaubt, dass sich Russland um ihre Befreiung ernsthaft bemüht", sagte die Gesprächspartnerin der Nachrichtenagentur. [ RIA Novosti ]