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02-11-2006 Russland und Nahost
Nahostkrise: Putin und Ägyptens Präsident Mubarak wollen "Road Map" umsetzen
Der russische Präsident Wladimir Putin und sein ägyptischer Amtskollege Hosni Mubarak werden am Donnerstag über Möglichkeiten zur Beendigung der Nahostkrise sprechen. "Die bevorstehenden Verhandlungen werden zweifellos darauf gerichtet sein, wie ein Ende der negativen Entwicklungen der Situation im Nahen Osten gemeinsam erreicht wird", teilte ein Kreml-Sprecher RIA Novosti mit.



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Ihm zufolge gewinnt der "Uhrenvergleich" zu der Problematik in der heutigen äußerst schwierigen Situation für die Abstimmung der darauf folgenden Schritte an besonderer Aktualität.

"Die Bedeutung einer solchen Koordinierung ist unter Berücksichtigung eines aktiven Engagements Russlands im Nahen Osten naheliegend, denn Russland ist Mitglied der vier internationalen Vermittler, und eine führende politische Rolle Ägyptens in der Region ist offensichtlich", bemerkte der Kreml-Sprecher.

Laut ihm weiß man in Russland die Bemühungen von Kairo zu schätzen, die es unternimmt, um arabisch-israelische Regelung aus der Sackgasse herauszuführen. "Der Orientierungspunkt der weiteren Zusammenarbeit in der eingeschlagenen Richtung ist nach wie vor die Suche nach Möglichkeiten zur Umsetzung der ‚Road Map', die als international anerkannte Rechtsgrundlage zur Beilegung des Konflikts auf dem Verhandlungsweg gilt", sagte der Gesprächspartner der Nachrichtenagentur.

Dabei, so der Kreml-Sprecher, gehen Russland und Ägypten davon aus, dass nur eine allumfassende Nahostregelung einen dauerhaften Frieden und die Stabilität in der Region sichern kann.

Der ägyptische Botschafter in Russland, Izzat Saad, teilte seinerseits mit, dass der Akzent in den Verhandlungen auf die Situation in den palästinensischen Gebieten, im Irak, Libanon sowie Sudan gesetzt wird.

"Die Wichtigkeit dieses Besuches besteht auch darin, dass sich die Ereignisse im Nahen Osten sehr geballt entwickeln. In den palästinensischen Gebieten sind im Moment Unruhen zu beobachten. Im Irak ist die Situation auch sehr kompliziert", sagte der Botschafter.

In Moskau hält man es für sehr wichtig, die Meinung des ägyptischen Präsidenten über die Situation in der Region zu hören.

"Ägypten ist ein Schlüsselland in der Region und einer unserer Hauptpartner im Nahen Osten. Für uns ist es von großem Interesse, die Bewertungen eines derart maßgebenden Politikers wie Hosni Mubarak zu hören, unsere Positionen zu vergleichen und vor allem gemeinsam die möglichen Wege zur Überwindung der entstandenen Situation zu prüfen", sagte der Stellvertreter des russischen Außenministers Alexander Saltanow am Mittwoch.

In Moskau ist man der Auffassung, dass die regelmäßigen Treffen auf höchster Ebene den beiden Ländern eine bessere Koordinierung in internationalen und regionalen Angelegenheiten ermöglichen. [ RIA Novosti ]