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18-12-2006 Russland und Nahost
Assad-Visite: Nahostgespräche - Vermittlerrolle von Russland zwischen Syrien und Libanon
Der syrische Präsident Bashar Assad kommt am Montag zu einem Arbeitsbesuch nach Moskau.

Wie der Pressedienst des Präsidentenpalastes verlauten ließ, wird der Russland-Besuch Assads nach seiner Reise durch arabische Länder bis zum 19. Dezember dauern. Die Haupttreffen sind für Dienstag, den 19. Dezember, geplant.





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Wie der syrische Vizepräsident Faruk al-Scharaa vor russischen Journalisten in Damaskus erklärte, wird Präsident Assad mit der russischen Führung über die Sicherheit und Stabilisierung der Situation in der Nahost-Region sprechen.

"Der Friedensprozess in der Region ist jetzt gebremst worden. Schuld daran ist nicht Syriens, sondern Israel, das keine Wiederaufnahme der Friedensgespräche will. Assads Treffen in Moskau sollen einer Intensivierung des Friedensprozesses im Nahen Osten dienlich sein", sagte Scharaa.

Er hob hervor, dass der heutige Russland-Besuch von Assad dazu dienen soll, die bilateralen Beziehungen zu festigen. Dieser Prozess wurde im Zuge des vorangegangenen Moskau-Besuches des syrischen Präsidenten im Januar 2005 eingeleitet, bei dem ein Hauptproblem gelöst wurde, das die weitere Entwicklung der Beziehungen bislang störte: Es geht um das Problem der syrischen Schulden. Russland erklärte sich einverstanden, 73 Prozent der syrischen Schulden zu erlassen.

Wie erwartet, wird der heutige Besuch hauptsächlich einen politischen Charakter tragen. Das Hauptthema der Verhandlungen in Moskau ist die Situation im Nahen Osten, insbesondere an den sogenannten neuralgischen Punkten der Region: in Palästina, dem Irak und dem Libanon.

Bekanntlich sind die beiden Länder an der Aufrechterhaltung der Stabilität in Syrien und in der ganzen Region aus politischen und ökonomischen Gründen äußerst interessiert.

In den vergangenen Jahren wird Syrien starkem internationalem Druck, insbesondere durch die USA, ausgesetzt. Dieser Druck verstärkte sich nach dem Mord am libanesischen Ex-Premierminister Rafik Hariri im Jahr 2005. Die USA und deren Verbündete im Libanon sahen überstürzt in diesem Verbrechen eine "syrische Spur".

Die Visite Assads in Moskau findet einige Tage nach dem Besuch von Libanons Premierministers Fuad Siniora statt, der derzeit sehr angespannte Beziehungen mit Damaskus hat.

Die Beobachter sind der Auffassung, dass Russland die Rolle eines Vermittlers zwischen Beirut und Damaskus spielen kann. [ RIA Novosti ]