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20-12-2006 Russland und Nahost
Russland strebt nach mehr Einfluss im Nahen Osten
Die russische Regierung strebt nach einem Zeitungsbericht im Rahmen des Besuchs von Syriens Präsident Baschar el Assad am Dienstag in Moskau eine größere Einflussnahme im Nahen Osten an. Präsident Wladimir Putin wolle Assads Zustimmung für eine Nahost-Konferenz in Moskau gewinnen, an der Syrien, Libanon, möglicherweise Iran sowie Vertreter der Palästinenser und Israels teilnehmen sollen, berichtete die Zeitung "Kommersant".





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Ziel sei unter anderem, Syrien von seiner Einflussnahme gegen die westlich orientierte Regierung im Libanon abzubringen, berichtete die Zeitung weiter. Im Gegensatz wolle sich Moskau dafür stark machen, dass kein UN-Tribunal zur Aufklärung des Mordes am ehemaligen libanesischen Ministerpräsidenten Rafik Hariri eingesetzt werde, das eine Verwicklung Syriens aufzeigen könnte. Erst am Freitag hatte Libanons Ministerpräsident Fuad Siniora Moskau besucht. Dabei hatte Putin laut Siniora zugesagt, sich für eine Verbesserung der Beziehung zwischen Beirut und Damaskus einzusetzen.

Dem Zeitungsbericht zufolge geht es bei dem Besuch Assads auch um mögliche neue Waffengeschäfte mit Russland. So zeige Syrien Interesse am Kauf von MiG-Kampfflugzeugen, Amur-U-Booten und Jak-Flugzeugen. Außerdem wolle Damaskus ein zusätzliches Luftabwehrsystem vom Typ Panzir anschaffen. Diskutiert werden könnte auch die Möglichkeit, den von der russischen Marine genutzten syrischen Mittelmeerhafen Tartus zu einer vollwertigen Marinebasis auszubauen, berichtete "Kommersant".