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07-02-2007 Russland und Nahost
Putin spricht mit Generalsekretär der Arabischen Liga über Nahost-Konflikte
Der russische Präsident Wladimir Putin wird am heutigen Mittwoch mit Amr Mussa, Generalsekretär der Arabischen Liga, zusammentreffen. Das Hauptziel des Moskau-Besuchs Mussas besteht in der Erörterung verschiedener Aspekte in der Nahostregelung.

In einem RIA-Novosti-Interview im Vorfeld seines Moskau-Besuchs äußerte Mussa seine große Besorgnis über die gegenwärtige überaus komplizierte Situation im Nahen Osten. Für die Regelung der Situation in den palästinensischen Gebieten sind "ernsthafte internationale Bemühungen" erforderlich.

Nach seiner Ansicht sollte die Situation in der Region nicht getrennt vom Irak-Problem betrachtet werden. Mit Besorgnis verwies Mussa auf die Zuspitzung der Situation im Libanon, wohin er sich in den nächsten Tagen mit einer Vermittlergruppe begeben wird.

"Russland spielt eine wichtige Rolle in der Region, weil es die Besonderheiten der entstandenen Situation deutlich sieht und im Unterschied zu anderen eine unvoreingenommene Position bezieht", sagte Mussa. Außerdem empfinde die arabische Welt besonders freundliche Gefühle gegenüber Russland.

Bei einem Treffen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow am Dienstag begrüßte Mussa Moskaus Bemühungen für eine Lösung im Nahen Osten. Außerdem sprach er sich für eine Teilnahme Russlands, der USA und Europas an der zukünftigen internationalen Nahost-Konferenz aus.

Lawrow äußerte die Meinung, dass eine Nahost-Konferenz der optimale Weg zur Regelung der Situation in dieser Region wäre. Dabei sollte einer umfassenden Lösung des Nahost-Problems besondere Aufmerksamkeit gelten. "Es ist wichtig, Syrien und den Libanon nicht außer Acht zu lassen", sagte Lawrow.

Russlands Außenamtschef betonte, dass die jetzige negative Entwicklung im Irak nur durch gemeinsame Bemühungen der internationalen Staatengemeinschaft abgewendet werden könnte. "An der nationalen Aussöhnung sollen alle arabischen politischen Kräfte teilnehmen, sie muss von allen Nachbarn Iraks, den regionalen Organisationen, der Arabischen Liga und der UNO unterstützt werden", betonte er bei einer Pressekonferenz nach Abschluss seiner Verhandlungen mit Mussa. [ RIA Novosti  / russland.RU ]