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26-06-2007 Russland und Nahost
Russland um Nahost-Stabilität bemüht: Lawrow spricht nicht mit Hamas
Außenminister Sergej Lawrow hat am Dienstag seine Nahost-Reise begonnen, in deren Rahmen er die Perspektiven zur Stabilisierung der Lage in der Region besprechen will. Wie der Minister vor seinem Abflug betonte, werden seine bevorstehenden "Verhandlungen mit den Israelis und den Palästinensern nicht einfach verlaufen".




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Lawrow wird Israel und das Zentrum der palästinensischen Territorien - die Stadt Ramallah – besuchen. Geplant sind unter anderem Treffen mit dem Präsidenten Israels Shimon Peres, dem Premier Ehud Olmert sowie der Außenministerin Tzipi Livni. Für den 27.Juni ist ein Gespräch mit dem Leiter der Palästinensischen Nationalverwaltung Mahmud Abbas anberaumt. Mit Hamas-Vertretern sind keine Verhandlungen vorgesehen.

"Im Mittelpunkt der bevorstehenden Verhandlungen wird die gegenwärtige Situation auf den palästinensischen Territorien, insbesondere der humanitäre Aspekt, vor allem im Gaza-Streifen, stehen", teilten diplomatische Quellen mit. "Russland behandelt eventuelle Schritte in dieser Richtung. Ein weiteres Thema der Gespräche wird die Lage russischer Staatsbürger in Palästina sein", informierten die Quellen. Ferner erinnerten sie daran, dass bislang rund 80 Russen den Gaza-Streifen verlassen haben und weitere 120 noch immer dort weilen. "Sollten sie Ausreisepläne äußern, werden sie die dazu nötige Hilfe bekommen", versicherten die Informanten.

Was die bilateralen Beziehungen betreffe, so seien eine vollständigere Ausnutzung des vorhandenen Potentials der Zusammenarbeit, die Festigung ihrer vertragsrechtlichen Basis, die Suche nach neuen Formen der Geschäftspartnerschaft wichtige Orientierungspunkte, hieß es aus dem Außenministerium. "Mit den Palästinensern wollen wir die Lösung der Aufgaben zur Gestaltung einer einheitlichen und effektiven Macht sowie die Überwindung akuter sozial-wirtschaftlichen Probleme zur Erörterung bringen", hieß es im Ministerium. Jegliche Wirtschaftsblockade der palästinensischen Territorien sei ein großer Fehler.

Wie Außenminister Lawrow zuvor mitgeteilt hatte, "kann Moskau das, was im Gaza-Streifen geschehen ist, nicht akzeptieren". Seinen Worten zufolge dürfe man diejenigen Gründe nicht vergessen, die entweder einzelne Radikale zu irgendwelchen Handlungen bewogen haben oder als Anlass dafür benutzt worden seien, um die palästinensische Einheit zu beeinträchtigen. [itar-tass/russland.RU]