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10-07-2007 Russland und Nahost
Russland muss Destabilisierung der Situation im Nahen Osten verhindern
Russland muss alle möglichen Maßnahmen ergreifen, um keine Konfrontation im Nahen Osten zuzulassen, meinte Wladimir Achmedow, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Orientalistik der Russischen Akademie der Wissenschaften. „Wir müssen alles Mögliche tun, um keine Konfrontation, um so mehr keinen groß angelegten Krieg, zuzulassen“, sagte Achmedow auf einer Pressekonferenz.

Ihm zufolge hat Russland die einzigartige Möglichkeit, Vermittler im Konflikt innerhalb Palästinas zu sein. Denn nur Russland habe Kontakte mit Hamas, deren Vertreter nach Moskau gekommen sind.

„Ohne Berücksichtigung der Interessen aller politischen Kräfte, darunter auch der Bewegungen des politischen Islams, ist es unmöglich, über das Erreichen eines Einvernehmens zu sprechen“, betonte Achmedow.

Wie er sagte, hat Russland beim Palästina-Problem die Möglichkeit, zur Aussöhnung der Seiten beizutragen.

Der Präsident der Akademie für geopolitische Probleme Russlands, Leonid Iwaschow, äußerte auch die Meinung, dass Russland eine Destabilisierung im Nahen Osten nicht herbeiwünsche.

„Erstens, weil er an die russischen geopolitischen Grenzen anschließt. Zweitens gewinnt Russland durch eine Konfrontation absolut nichts. Drittens ist die Linie des außenpolitischen Verhaltens Russlands überhaupt konfrontationsfrei“, sagte er auf der Pressekonferenz.

„Russland wird alles Mögliche tun, damit der Nahe Osten stabil ist. Jeglicher Schlag gegen jedes der Länder tangiert unmittelbar die Interessen Russlands - irgendwo politische, darunter die Interessen des russischen Images“, sagte Iwaschow und verwies darauf, dass Russland ständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrates ist. [ria-novosti]