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19-11-2007 Russland und Nahost
Libanons Mehrheitsführer Harari zu Gesprächen in Moskau
Der libanesische Mehrheitsführer Saad Hariri bespricht am Montag in Moskau mit der russischen Führung Lösungswege des Konflikts um die Präsidentenwahl in dem Nahost-Land. "Ich bin vollkommen positiv gestimmt, dass wir eine Einigung erzielen und das Land aus der Krise holen werden", äußerte Hariri vor seinem Moskau-Besuch.




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Das libanesische Parlament hat seit dem 25. September die Wahl des Staatspräsidenten bereits drei Mal verschoben, nun soll sie am 21. November stattfinden. Grund dafür ist die fehlende Einigung zwischen der Parlamentsmehrheit und der Opposition über einen gemeinsamen Kandidaten.

Die Amtszeit des jetzigen Staatschefs Emil Lahoud läuft bereits am 23. November ab. Bis dahin haben die verfeindeten politischen Lager - die von den USA unterstützte Regierungskoalition "14. März" und die Hisbollah-geführte Opposition, die aus Syrien und Iran Unterstützung erfährt, Zeit , einen Kandidaten zu finden. Beide Seiten werfen sich gegenseitig vor, von außen gesteuert zu werden. Der Knackpunkt in dem Konflikt sind die Positionen zum bewaffneten Widerstand der Hisbollah.

Die Opposition sieht den Widerstand gegen Israels Aggression und dem Hegemoniestreben der USA für gerechtfertigt. Die regierungstreuen Kräfte wiederum verlangen die Entwaffnung der Hisbollah und wollen sich aus dem arabisch-israelischen Konflikt heraushalten.

Hariri zufolge ist Syrien - das fast 30 Jahre lang die Politik des Libanon bestimmt hatte und auch nach ihrem Truppenabzug im Jahr 2005 Einfluss im Land hat - nicht an einer Beendigung der politischen Krise und an einem erfolgreichen Verlauf der Wahl interessiert. Die libanesische Opposition dagegen ist davon überzeugt, dass gerade die USA einer Lösung des Konflikts im Wege stehen. Russland unterstützt die Wahl eines für beide Seiten annehmbaren Staatschefs. RIA Novosti