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19-11-2007 Russland und Nahost
Russland erwartet Weitertransport für gelieferte Hilfsgüter in den Gaza-Streifen
Russland besteht darauf, dass die im Westjordanland liegen gebliebenen humanitären Hilfsgüter in den Gaza-Streifen gebracht werden, sagte der Chef des russischen Rechnungshofes, Sergej Stepaschin, Journalisten.




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Laut Stepaschin ist die innerpalästinensische Konfrontation die Hauptursache dafür, dass die 60 Tonnen Lebensmittel und Medikamente, die bereits Ende August vom russischen Zivilschutz abgeschickt worden waren, den Bestimmungsort noch nicht erreicht haben.

„Russland hatte den Palästinensern in Gaza humanitäre Hilfe erwiesen. Es handelt sich selbstverständlich nicht um die Hamas, sondern um einfache Bürger, die sich dort in einer schwierigen Lage befinden. Diese Hilfsgüter sind in Ramallah (Westjordanland) eingetroffen, haben jedoch Gaza immer noch nicht erreicht. Hier stellen sich weniger Fragen an Israel, als an die entgegengesetzte Seite“, sagte Stepaschin.

„Das sind unsere Staatsmittel, unsere Staatshilfe, und zwar eine rein humanitäre“, betonte der Chef des Rechnungshofes. Er hatte mit der israelischen und der palästinensischen Führung, einschließlich des palästinensischen Premiers Salam Fayad, das Schicksal der Hilfsfracht erörtert.

Laut Stepaschin plant Russland, Syrien, das Einfluss auf die neue Führung der palästinensischen Enklave hat, an der Lösung dieses Problems zu beteiligen.

Der Gaza-Streifen steht nach einem Umsturz unter Kontrolle der Hamas.

Palästinenserpräsident Abbas und die von ihm neu gebildete Regierung unter Leitung von Salam Fayad regieren nur im Westjordanland.

Der Sieg der Hamas, die viele Länder als Terrororganisation einstufen, hat die politische Isolation des Gaza-Streifens und seiner 1,5-Millionen-Bevölkerung sowie die über Gaza verhängte Wirtschaftsblockade noch mehr verschärft. RIA Novosti