russland.RU berichtet in Wort und Bild aus Russland und über Russland. Ungebunden, unabhängig und überparteilich. Ohne Vorurteile und Stereotypen versucht russland.RU Hintergründe und Informationen zu liefern um Russland, die Russen und das Leben in Russland verständlicher zu machen. Da wo die großen Verlage und Medienanstalten aufhören fängt russland.RU an.



28-11-2007 Russland und Nahost
Russland würdigt Ergebnisse der Nahostkonferenz in Annapolis
Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat die Ergebnisse der Nahostkonferenz in Annapolis positiv bewertet und die Bemühungen der USA um die Formulierungen für das palästinensisch-israelische Abkommen hervorgehoben.




Werbung



Wie der Minister weiter ausführte, hatte das internationale Vermittlungs-Quartett, darunter auch Russland, die palästinensische und die israelische Seite aktiv zur Unterzeichnung dieses Dokuments angespornt. Im Dokument wird die Notwendigkeit betont, unverzüglich Verhandlungen aufzunehmen, denen alle bisherigen Dokumente, einschließlich der Resolutionen des UN-Sicherheitsrates und die "Straßenkarte" wie auch die arabische Friedensinitiative, zu Grunde liegen würden.

"Ich würde die Bemühungen der amerikanischen Gastgeber bei der Suche nach Formulierungen hervorheben, die erforderlich waren, damit ein solches Dokument zustande kommt", sagte der Minister.

Zur Strukturierung des Verhandlungsprozesses wird ein palästinensisch-israelsiches Komitee gegründet, das unmittelbar von Ehud Olmert und Mahmud Abbas geleitet wird, teilte Lawrow auf dem Rückflug aus Washington nach Moskau russischen Journalisten mit.

Außerdem soll ein dreiseitiger amerikanisch-israelisch-palästinensischer Mechanismus gebildet werden, der unter dem US-Vorsitz die Einhaltung der "Straßenkarte" durch Palästina und Israel überwachen wird.

"Die Verhandlungen über einen Friedensvertrag und die Gründung eines Palästinensischen Staates stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit der ‚Straßenkarte'", betonte der Minister. "Dies ist prinzipiell wichtig, nicht nur um alle Schlüsselprobleme der palästinensisch-israelischen Beziehungen zu lösen, sondern auch um andere Aspekte des Nahostkonflikts in Angriff zu nehmen, unter anderem den syrischen und den libanesischen."

Russland habe die Tagesordnung der Konferenz in Annapolis positiv beeinflusst, so Lawrow. Auf die Tagesordnung seien die Syrien- und die Libanon-Thematik gesetzt worden. Dies sei dafür mitentscheidend gewesen, dass in Annapolis praktisch alle arabischen Staaten vertreten waren.

"In der vergangenen Konferenz haben wir das Thema der palästinensischen Einheit hervorgehoben, die wiederhergestellt werden muss", sagte der Außenminister. "Heute wird es wohl kaum machbar sein, weil sich viele Widersprüche angestaut haben. Es ist aber absolut notwendig, aktive Suche nach einer Lösung wiederaufzunehmen, die eine palästinensische Einheit unter der legitimen Führung von Mahmud Abbas wiederherstellen und eine Einheit der Machtstrukturen Palästinas gewährleisten würde."

Auf dem Rückflug aus Washington nach Moskau teilte Lawrow Journalisten mit, die Teilnehmer der Nahostkonferenz in Annapolis haben Russlands Bereitschaft begrüßt, das nächste Treffen in Moskau abzuhalten.

"Der Termin und die Tagesordnung werden ausgehend davon, wie jetzt die Arbeit zwischen den Palästinensern und den Israelis verlaufen wird, festgelegt", sagte Lawrow. RIA Novosti