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21-12-2008 Russland und Nahost
Abbas zu Gesprächen in Russland eingetroffen
Palästinenserpräsident Mahmud Abbas ist in der Nacht zum Sonntag zu einem Besuch in der tschetschenischen Hauptstadt Grosny eingetroffen. Palästinenser und Tschetschenen hätten einiges gemeinsam, sagte Abbas am Flughafen vor Journalisten, wo er vom tschetschenischen Präsidenten Ramsan Kadirow in Empfang genommen wurde.



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Kadirow begrüßte Abbas als "wahren Muslim und guten Mann". Die beiden Politiker wollten sich am Sonntag nach einer Stadtrundfahrt durch Grosny beraten. Am Abend wollte Abbas dann nach Moskau weiterreisen. Auf dem Programm seines dreitägigen Russland-Aufenthalts steht auch ein Treffen mit dem russischen Präsidenten Dmitri Medwedew.

Für 22. Dezember sind bilaterale Verhandlungen auf höchster Ebene anberaumt. Abbas wird auch Verhandlungen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow aufnehmen. Beide Seiten werden nach Worten des palästinensischen Botschafters in Moskau, Afif Safie die Ergebnisse des am 15. Dezember dieses Jahres in New York stattgefundenen Treffens des Nahost-Vermittlerquartetts und die neue UN-Resolution besprechen.

Das ist das erste Treffen des palästinensischen Spitzenpolitikers mit Dmitri Medwedew. Sein Moskau-Besuch wird von Experten "Abschiedsbesuch" genannt, weil seine Amtszeit am 9. Januar des kommenden Jahres ausläuft und er das Datum der nächsten Präsidentschaftswahl auf dem Territorium Palästinas bekannt geben soll.

Das sogenannte Nahost-Quartett aus aus USA, UNO, EU und Russland hatte am Montag verstärkte Bemühungen bei den Friedensverhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern gefordert. Anders als Israel, die USA und die EU akzeptiert Russland auch die radikalislamische Hamas als Gesprächspartner. Im Machtkampf der Palästinenser schlug Moskau sich im vergangenen Jahr jedoch auf die Seite von Abbas, den Chef der gemäßigten Fatah-Organisation. [ russland.RU ]