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27-08-2011 Russland und Nahost
Russland schickt Top-Diplomaten nach Syrien


Angesichts des Streits um eine UN-Resolution gegen die Gewalt in Syrien will Russland am Montag einen hochrangigen Gesandten nach Damaskus schicken. Das teilte UN-Botschafter Witali Tschurkin nach Angaben der Nachrichtenagentur ITAR-TASS vom Samstag mit. Dabei könnte es sich dem Bericht zufolge um Vize-Außenminister Michail Bogdanow handeln, der am Freitag mit dem syrischen Botschafter in Moskau sprach.




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Russland hatte am Freitag dem UN-Sicherheitsrat einen Resolutionsentwurf zu Syrien vorgelegt, in dem keine Sanktionen vorgesehen sind. In dem Gegenvorschlag zu einem von den USA und EU-Staaten ausgearbeiteten Entwurf wird der syrische Präsident Baschar el Assad lediglich zur raschen Umsetzung von Reformen aufgefordert. Dagegen sieht der Resolutionsentwurf der USA, Deutschlands, Frankreichs, Großbritanniens und Portugals eine Reihe von Strafmaßnahmen gegen die Führungsriege in Damaskus vor.

Bei den Protesten gegen Assad wurden am Samstag weitere zwei Demonstranten getötet. Die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärte, in Kafar Susseh, einem Viertel der Hauptstadt Damaskus, seien ein Demonstrant getötet und zehn weitere verletzt worden, als Sicherheitskräfte mit Knüppeln eine Menge in der Nähe der El-Rifai-Moschee auseinandertrieben. Auch der Imam der Moschee, Usama el Rifai, zähle zu den Verletzten. Die Koordinierungsstelle der örtlichen Komitees sprach von einem Todesopfer und zwölf Verletzten in Kafar Susseh.

Nach Angaben der Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden zudem in Kafar Nabel in der nordwestlichen Provinz Idleb ein Demonstrant getötet und fünf weitere verletzt. Auch in Rukn Edin, einem Viertel im Norden von Damaskus, in mehreren Vororten sowie in Sabadani 45 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt fanden demnach Demonstrationen statt. Am Freitag waren nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten elf Zivilisten getötet worden. Bei der Niederschlagung regierungskritischer Proteste in Syrien wurden nach UN-Angaben seit Mitte März mehr als 2200 Menschen getötet.
[russland.RU]
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