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16-09-2011 Russland und Nahost
Russlands UNO-Botschafter: Regimewechsel in Syrien verspricht nichts Gutes


Ein Regimewechsel in Syrien kann wohl kaum "zu positiven Veränderungen im Lande führen oder die humanitäre, wirtschaftliche oder soziale Situation im Lande wenigstens halbwegs verbessern". Diese Überzeugung hat Vitali Tschurkin, Ständiger Vertreter Russlands bei der UNO, geäußert. "Unsere westlichen Kollegen versichern uns, keine Gewalt anwenden zu wollen", sagte er in einem Interview für den Fernsehkanal Russia Today (RT). "Ich möchte sie an jene Erklärungen erinnern, die sie abgaben, als die Resolution zu Libyen geprüft wurde, Erklärungen, die in der Hitze der Aktion rasch vergessen wurden."




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Die Situation um die Lösung der syrischen Krise erhitze sich und werde gefährlich, findet der Ständige Vertreter Russlands bei den Vereinten Nationen. "Meiner Ansicht nach fällt Russlands Position eindeutig mit der allgemeinen Position des UN-Sicherheitsrats zusammen. In der von uns angenommenen Erklärung wird vor allem die übermäßige Gewaltanwendung seitens der syrischen Behörden verurteilt." Außerdem enthalte besagtes Dokument auch die an beide Seiten - die Regierung und die Opposition in Syrien - gerichtete Aufforderung, "der Gewalt ein Ende zu machen und sich an den Verhandlungstisch zu setzen". "Gerade Verhandlungen müssen beim Ausgleichen von Differenzen helfen und eine gemeinsame Auffassung von Syriens Zukunft finden lassen", konstatierte Tschurkin. "Nicht minder wichtig ist die Aufforderung an die Regierung, jene Reformen, die sie angekündigt hat, endlich zu realisieren."

Der Diplomat fügte hinzu: Am meisten störe Russland "die Tatsache, dass jede Resolution, die vom Sicherheitsrat angenommen wird und neue Sanktionen gegen Syrien voraussetzt, von destruktiven Elementen der syrischen Opposition als Aufforderung aufgefasst werden kann, die libyschen Ereignisse in Syrien zu wiederholen". Wie Tschurkin betonte, "kann das höchst fatale Folgen haben".
[russland.RU]
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