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17-11-2011 Russland und Nahost
Syriens Opposition will Konflikt im Land ohne militärische Einmischung von außen regeln


Moskau – Die syrische Opposition ist gewillt, den im Land ausgebrochenen Konflikt ohne militärische Einmischung von außen zu regeln, sagte der Vorsitzende des Syrischen Nationalrates Burhan Ghalijun am Dienstag vor Beginn der Verhandlungen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow gegenüber Journalisten.




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"Wir wollen die Krise bewältigen, und zwar ohne militärische Einmischung von außen", sagte er. "Wir verzichten nicht auf einen Dialog. Dennoch weigern wir uns, den Dialog mit denjenigen zu führen, die die Syrer ermorden", so der Vorsitzende des Syrischen Nationalrates weiter. "Wir sind bereit, mit denjenigen zusammenzuarbeiten, die ihre Hände nicht beschmutzt haben. Wir wollen Syrien vor der Krise und der militärischen Einmischung retten", betonte Ghalijun.

Außerdem setzte sich der syrische Nationalrat dafür ein, dass UNO-Beobachter ins Land entsandt werden, erklärte der Ratsvorsitzende Burhan Galiun weiter. "Bei den Verhandlungen in Moskau haben wir Russland gebeten, die Anstrengungen mit der Arabischen Liga und der Weltgemeinschaft zu koordinieren, um einen gemeinsamen Entwurf der Syrien-Resolution im UN-Sicherheitsrat vorzubereiten", sagte er. "Das Dokument muss den Schutz der friedlichen Bürger ohne Einmischung von außen vorsehen." "Notwendig ist außerdem, Vertretern der weltweiten Massenmedien Zugang zum Lande zu sichern", setzte er fort. "Wenn sich die Regierung Assad weigert, in dieser Frage zusammenzuarbeiten, ist sie folglich selbst an äußerer Einmischung interessiert."

Russland hat der syrischen Opposition versprochen, mit der Liga der arabischen Staaten zusammenzuarbeiten, um zur erfolgreichen Umsetzung der jüngsten Initiative beizutragen, erklärte Burhan Ghalijun gegenüber Journalisten nach seinem Treffen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow.

Lawrow hatte am Vorabend der Verhandlungen betont: "Wir bemühen uns, die syrische Opposition zur Vernunft zu bringen. Wir werden uns Mühe geben, unseren Gesprächspartner verständlich zu machen, dass wir sehr besorgt sind, denn ein Machtkampf kann leicht zum Selbstzweck werden, obwohl man an die Heimat und die Mitbürger denken sollte."

Das Ultimatum der Liga der Arabischen Staaten lief am 16. November 2011 ab. Die Liga droht Syrien mit dem Ende seiner Mitgliedschaft bei der Organisation, mit einem Abbruch der politischen Kontakte, mit wirtschaftlichen Sanktionen, weil der Präsident des Landes den Plan der friedlichen Konfliktbeilegung nicht erfüllt.
[russland.RU]
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