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14-03-2012 Russland und Nahost
Syrien: Lawrow und UNO-Generalsekretär fordern schnellstmögliche Einstellung der Gewalt


Moskau – Außenminister Sergej Lawrow und der UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon haben die schnellstmögliche Einstellung der Gewalt von allen in den Syrien-Konflikt verwickelten Parteien gefordert, teilte das russische Außenministerium am Dienstag zu den Ergebnissen des am Vortag in New York am Rande der Ministersitzung des UN-Sicherheitsrates durchgeführten Treffens mit. Die Sitzung war der Situation im Nahen Osten gewidmet.




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"Es fand ein offenes Gespräch über die Situation in Syrien statt, darunter im Zusammenhang mit der Mission des Syrien-Sonderbeauftragten der UNO und der Liga der Arabischen Staaten (LAS) Koffi Annan und der für humanitäre Fragen zuständigen Beraterin des UN-Generalsekretärs Valeri Amos in diesem Land", informierte das Ministerium.

"Die Seiten einigten sich über die alsbaldige Einstellung der Gewalt durch alle Konfliktparteien in Syrien, die Aufnahme eines allumfassenden Dialogs, der auf einer breiten politischen Grundlage erfolgen soll, und die Verhinderung jeglicher Einmischung von außen", wurde betont. "Der Minister äußerte seine Unterstützung für die von der UNO unternehmenden Anstrengungen zur Verbesserung der humanitären Situation im Land".

"Die russische Seite drückte außerdem ihre ernsthafte Besorgnis wegen der in Libyen anhaltenden Instabilität, einschließlich der Risiken durch eine Waffenverbreitung, aus und verwies auf die Notwendigkeit hin, in allen Fällen von Verstößen gegen die Menschrechte zu ermitteln".

Weder Spezialeinheiten noch Militärberater Russlands in Syrien

Es gibt in Syrien weder Spezialeinheiten noch Militärberater Russlands. Dort sind nur russische militärtechnische Experten tätig. Das machte Russlands stellvertretender Verteidigungsminister Anatoli Antonow am Dienstag gegenüber Journalisten klar. In Beantwortung der Frage, ob Russland Militärangehörige, darunter Spezialeinheiten und Militärberater nach Syrien entsendet habe oder nicht, sagte Antonow: "Das ist doch alles Unsinn. Es gibt in Syrien keine Spezialeinheiten. Niemand (von unseren Militärs) läuft dort mit Maschinenpistolen und Panzerfäusten herum".

Zugleich bestätigte er die Präsenz russischer militärtechnischer Experten in Syrien. Er bekräftigte, Russland werde allen schon geschlossenen Verträgen zur Lieferung von Waffen nach Syrien nachkommen. "Es ist kein Geheimnis, dass wir eine gute und feste militärtechnische Zusammenarbeit mit Syrien haben. Und heute gibt es keine Gründe, unsere Vereinbarungen zu revidieren", unterstrich Antonow.

Er hoffe, dass Russland mit Ländern Nordafrikas, in denen die Regierungen gewechselt haben, im militärtechnischen Bereich auch weiterhin zusammenarbeiten wird. "Wir rechnen sehr damit, dass die militärtechnische Kooperation mit diesen Ländern auch künftighin ausgebaut wird. Wir wenigstens sind dazu bereit", erklärte Antonow.
[russland.RU]
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