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18-04-2012 Russland und Nahost
Moskau: Vertreter des syrischen Koordinationskomitees diskutieren über demokratischen Wandel


Moskau – Der Vertreter des syrischen Nationalen Koordinationskomitees für Demokratischen Wandel Haitham Manna ist in Moskau zu Besuch und gab nach seinen Besprechungen eine Pressekonferenz. "Russland verfügt über alle nötigen Kräfte, um die Regierung Syriens von der Einhaltung der Feuereinstellung zu überzeugen."




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Wie die Mitglieder der Delegation der "inländischen" syrischen Opposition sagten, ist als Ergebnis des Treffens in Moskau ein Dokument über die friedliche Regelung in Syrien im vorbereitet worden. Das Dokument sieht die Beendigung aller Kriegshandlungen, die sofortige Gewährung humanitärer Hilfe für die Zivilbevölkerung, die Freilassung aller politischen Häftlinge und die Zustimmung zu einer friedlichen Lösung der Krise als ein unabdingbares Recht jedes Bürgers Syriens vor, gaben sie bekannt.

Das syrische Nationale Koordinationskomitee ist bereit, mit dem Syrischen Nationalrat Kontakt aufzunehmen. "Wir werden entweder in Damaskus oder in der Hauptstadt eines anderen arabischen Landes in Kontakt mit dem Nationalrat treten", erklärte der syrische Oppositionspolitiker. Nach seinen Worten "vertritt der Nationalrat weder das ganze Volk noch die gesamte Opposition, und das Koordinationskomitee erhebt seinerseits keinerlei Ansprüche darauf, das ganze Volk Syriens zu vertreten". Mannas Auffassung nach könnte sich die syrische Opposition vereinigen, indem sie ein gemeinsames Dokument unterzeichnen. "Wir arbeiten gerade am Dokument", fügte er hinzu. "Jede Lösung des Problems sollte die Meinung aller politischer Kräfte Syriens berücksichtigen".

Die inländische syrische Opposition will, dass alle geknüpften Kontakte zwischen Syrien und Russland, darunter die Wirtschaftskontakte, bestehen bleiben, so der syrische Politiker Hassan Abdul Asim, einer der Führer des oppositionellen Nationalen Koordinationskomitees. "Die Revolution bedeutet selbstverständlich eine komplette Veränderung des sozialen Modells, aber wir werden danach streben, die vorhandenen Kontakte zur Weltgemeinschaft, darunter zu Russland, in allen Bereichen weiterhin zu pflegen", versicherte er. "Die Opposition wird keine Neigung in Richtung Westen oder Osten zulassen. Wir werden uns nach den Interessen des Volkes richten", unterstrich Asim.

Russland besteht nicht darauf, Baschar al-Assad an der Macht zu halten, erklärte Haitham Manna, auf einer Pressekonferenz in Moskau. "Wir können mit Genugtuung feststellen, dass die Vertreter Russlands, die mit uns Syriens Probleme besprochen haben, nicht für das Bleiben Assads an der Macht, sondern für demokratische Wandlungen in unserem Land plädieren."

Über eine weitere Präsenz russischer Schiffe im syrischen Hafen Tartus zu reden, ist verfrüht, meint das Mitglied des Nationalen Koordinationskomitees, Abdulasis Al-Chair. "Das ist eine sehr wichtige Frage, und wir werden sie später erörtern, wenn die Kontakte zwischen Russland und Syrien gefestigt sein werden."
[russland.RU]
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