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20-06-2012 Russland und Nahost
Putin: Nicht das Ausland entscheidet über Macht in Damaskus


Los Cabos - Zwischen den USA auf der einen sowie Russland und China auf der anderen Seite herrscht weiter Uneinigkeit über das weitere Vorgehen angesichts der Gewalt in Syrien. "Ich will nicht vorspielen, dass derzeit die USA und der Rest der internationalen Gemeinschaft mit Russland und China auf einer Linie sind", sagte US-Präsident Barack Obama am Dienstag zum Abschluss des G-20-Gipfels im mexikanischen Los Cabos. Sowohl Moskau als auch Peking seien sich aber der Gefahr eines Bürgerkriegs in Syrien bewusst.




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China und Russland haben bisher im UN-Sicherheitsrat scharfe Resolutionen zur Verurteilung der Gewalt in Syrien verhindert. Obama führte nun am Rande des Gipfeltreffens der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G-20) bilaterale Gespräche sowohl mit Russlands Präsident Wladimir Putin als auch mit dem chinesischen Staatschef Hu Jintao. Dabei machte er nach eigenen Angaben klar, dass der syrische Präsident Baschar al-Assad aus US-Sicht angesichts von Gewalt und Massakern nicht an der Macht bleiben könne. Dieser Sichtweise hätten sich Moskau und Peking aber nicht angeschlossen, fügte Obama hinzu.

Putin verteidigte derweil die Syrien-Politik seines Landes. "Wir denken, dass niemand das Recht hat, für ein anderes Land zu entscheiden, wer an der Macht sein soll und wer nicht", sagte der russische Präsident in Los Cabos. Nach seinem Treffen mit Obama am Montag hatten beide Politiker eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht, in der sie ein "sofortiges Ende" der Gewalt in Syrien verlangten. jes
[russland.RU]
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