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14-07-2012 Russland und Nahost
Russland verurteilt entschieden Massenmord an syrischen Bürgern in Provinz Hama


Moskau – In Moskau verurteilt man entschieden den Massenmord friedlicher syrischer Bürger in der Provinz Hama und besteht auf der Ermittlung dieses Verbrechens. Das machte der Offizielle Sprecher des Außenministeriums Russlands Alexander Lukaschewitsch am Freitag deutlich.




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"In Moskau wurde die Mitteilung über den Massenmord, bei dem am 12. Juli durch unbekannte Unmenschen in einem der Dörfer in der Umgebung der Stadt Hama syrische friedliche Bürger aus nächster Nähe erschossen worden sind, mit Schmerz aufgenommen". betonte er. "Opfer des Massakers wurden 50 bis 100 Menschen. Wie zuvor in den Fällen von Hula und Kubeira machen beide Seiten des innersyrischen Konfliktes einander dafür verantwortlich", so Lukaschewitsch.

"Wir verurteilen entschieden diese blutige Gräueltat", unterstrich Lukaschewitsch. "Wir drücken unsere Solidarität mit dem Volk Syriens aus. Wir halten die unverzügliche Einstellung des Blutvergießens und der bewaffneten Gewalt gegen die friedliche Bevölkerung durch alle Seiten für äußerst nötig", so Lukaschewitsch.

Der Sprecher des Außenministeriums wies darauf hin, dass sich das gegenwärtige Massaker erneut während einer ernsthaften Diskussion im UN-Sicherheitsrat ereignet hat. Diesmal nachdem von Russland und von westlichen Staaten Resolutionsentwürfe zur Frage der Verlängerung des am 21. Juli ablaufenden Mandats der UNO-Mission vorgelegt worden waren.

Die syrischen Behörden haben indessen Terrorgruppen des Massenmordes beschuldigt. Die am Ort der Tragödie eingetroffenen syrischen Sicherheitskräfte hatten den Kampf gegen die Terroristen aufgenommen, viele von ihnen getötet und andere gefangen genommen. Ein Teil der Extremisten sei mit Maschinengewehren aus israelischer Produktion bewaffnet gewesen.

„Hätte es im Dorf einen Sicherheitsposten der Armee oder eine Polizeieinheit gegeben, hätten die Terroristen nicht ins Dorf eindringen und keinen Massenmord verüben können“, sagte ein Dorfbewohner, dessen Vetter bei dem Angriff getötet wurde.

Die syrischen Behörden werfen einigen Medien vor, „im Vorfeld einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates die internationale öffentliche Meinung gegen Syrien und dessen Volk einstimmen und eine ausländische Intervention provozieren zu wollen“.

Zugleich hat der Syrische Nationalrat (SNC), der die ausländische syrische Opposition vertritt, am Freitag den UN-Sicherheitsrat aufgerufen, eine verbindliche Resolution anzunehmen, die einen Weg für die Anwendung von Gewalt von außen in Syrien freimacht und den Sturz des Regimes von Präsident Bashar Assad ermöglicht.
[russland.RU]
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