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11-10-2012 Russland und Nahost
Israelischer Parlamentssprecher Reuven Rivlin zu Gesprächen im Föderationsrat


Moskau – Israel mischt sich in die Situation in Syrien nicht ein und unterstützt keine der in den Konflikt verwickelten Parteien. Das erklärte der israelische Parlamentssprecher Reuven Rivlin am Mittwoch. "Wir haben bei den Treffen im Föderationsrat (Russlands Parlamentsoberhaus) deutlich gemacht, dass wir uns in die in Syrien entstandene Situation nicht einmischen. Wir sprechen keine Meinung aus, um keine der Konfliktparteien zu unterstützen", sagte Rivlin.




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Wie der Sprecher weiter ausführte, nehme Israel auch nicht auf sich, zu bestimmen, welcher Teilnehmern der Krise (die Regierung bzw. die Opposition) an Massenmorden schuldig ist.

Was die Perspektiven der Beziehungen zu Ägypten anbelangt, so unterstrich der Parlamentsvorsitzende, er habe gesehen, wie das ägyptische Volk zur Wahl gegangen sei. "Obwohl die Ägypter eine fundamentalistische Partei gewählt haben, ist sie demokratisch gewählt worden", setzte er fort. "Ägypten ist eine echte Demokratie. Ich denke, dass die in diesem Land vor sich gehenden Prozesse zu einer Verbesserung der Beziehungen zu Israel führen werden", so Rivlin.

Israel kann an der Konferenz zur Schaffung einer nuklearfreien Zone im Nahen Osten teilnehmen, erklärte der israelische Parlamentssprecher Reuven Rivlin am Mittwoch gegenüber Journalisten. "Ich denke, dass Israel bei diesem internationalen Treffen mitmachen wird", sagte er. Dabei unterstrich er, dass das Atomarsenal Israels nicht als Rechtfertigung für die Arbeiten ausgenutzt werden darf, die vom Iran im Bereich der Nuklearwaffen betrieben werden. "Wir sind bereit, an allen Konferenzen teilzunehmen, sie dürfen aber nicht zur Arena für antiisraelische Propaganda werden", unterstrich der Parlamentsvorsitzende.

Die Vorsitzende des Föderationsrates Valentina Matwijenko erklärte bei dem Treffen mit dem Vorsitzenden der israelischen Knesset, Reuven Rivlin, dass das Potenzial zur Entwicklung des Warenumsatzes zwischen Russland und Israel es ermöglicht, den bilateralen Warenumsatz in den nächsten Jahren zu verdoppeln.

Sie erläuterte, dass der bilaterale Warenumsatz im vorigen Jahr trotz der Folgen der globalen Wirtschaftskrise 2,8 Milliarden Dollar erreicht hatte. "Das Potenzial zur Entwicklung ist damit noch lange nicht erschöpft", betonte die Oberhauschefin. "Es ist durchaus möglich, den Warenumsatz in den nächsten Jahren zu verdoppeln".

"Russland legt viel Wert auf die einzigartigen Beziehungen zu Israel", teilte Matwijenko mit. "Die Völker der Russischen Föderation und Israels verbindet eine gemeinsame Vergangenheit", stellte sie fest. "Wir wissen, dass in Israel mehr als eine Million russischsprachige Ex-Bürger der UdSSR leben. Das ist eine Brücke zwischen unseren Ländern", ergänzte sie.

[russland.RU]
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