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08-09-2004 NATO
Russland-NATO: Die Gefahr des Terrorismus fordert die Mobilisierung der Kräfte aller Länder
Der NATO-Oberbefehlshaber für Europa, James Jones, wird am Mittwoch in Moskau die Zusammenarbeit zwischen Russland und der NATO im Kampf gegen den Terrorismus behandeln. In der russischen Hauptstadt sind auch seine Treffen mit dem Außenminister der RF Sergej Lawrow,

dem Verteidigungsminister Sergej Iwanow und dem Generalstabschef der Streitkräfte der RF Juri Balujewski geplant. Es wird auch erwartet, dass Jones mit dem Vorsitzenden des Ausschusses für Sicherheitl und Verteidigung des Föderationsrates, Viktor Oserjow, zusammentreffen wird.

Das Zusammenwirken zwischen Russland und der Allianz im Rahmen des Russland-NATO-Rates wird zur Hauptfrage auf den Verhandlungen werden. Nach Angaben der RIA Nowosti werden die gemeinsamen Bemühungen Moskaus und Brüssels im Kampf gegen den internationalen Terrorismus zu einem der Schlüsselthemen beim Treffen werden.

Am Vortage fand eine Sondersitzung des Russland-NATO-Rates auf der Botschafterebene im Hauptquartier der Allianz statt. Aufgrund der Ergebnisse der Sitzung wurde eine gemeinsame Erklärung angenommen, in der die Mitglieder des Rates härtest die Terrorakte in Russland verurteilten.

„Diese Akte fordern direkt unsere gemeinsame Sicherheit, die allgemeinen demokratischen Werte, die Grundrechte und -freiheiten des Menschen heraus", heißt es in der Erklärung. „Es besteht kein Ziel, das diese Akte rechtfertigen könnte."

Die Sitzungsteilnehmer hoben hervor, dass die Gefahr des Terrorismus eine unverzügliche und umfassende Mobilisierung der Kräfte aller Staaten im Kampf gegen dieses Übel fordert. In der Erklärung wird darauf verwiesen, dass die Ratsteilnehmerstaaten die „Entschlossenheit behalten, die gemeinsame Tätigkeit gegen diese allgemeine Gefahr für die Sicherheit und das Wohlergehen der Völker, inklusive der Erarbeitung eines Aktionsplans mit konkreten praktischen Maßnahmen zur Entgegenwirkung diesem Übel, zu verstärken und zu aktivieren".

Das ist der erste Russland-Besuch Jouns als NATO-Oberbefehlshaber für Europa. Er wird sich in Moskau bis zum Donnerstag aufhalten. (RIA)