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14-03-2007 Oktoberrevolution
Revolutionen müssen aus politischer Praxis verbannt werden
Die angehenden Politiker sollten nicht wähnen, ihr Land mit Hilfe ausländischer Regierungen beglücken zu können. Das betonte der stellvertretende Chef des Stabs des russischen Präsidenten Wladislaw Surkow am Dienstag an einem „Runden Tisch“ in der Russischen staatlichen humanitären Universität. Die Sitzung war dem 90. Jahrestag der Februarrevolution 1917 in Russland gewidmet.

Surkow riet den Jugendlichen auch nachdrücklich davon ab, „Freundschaft mit den jetzigen Bolschewisten zu pflegen“. Man sollte sich nicht von ihrer Energie nähren, denn sie würden ja sowieso betrügen, so Surkow. Ihm zufolge herrschen immer radikale Stimmungen unter der Jugend, was normal sei. Dabei seien solche Stimmungen zu befürchten, wenn Prinzipienlosigkeit und Unsinnigkeit radikale Formen annehmen würden.

„Demokratie bedeutet Macht, Kraft und Ordnung“, sagte Surkow. Er betonte, es müsse um die Erhaltung und die Entwicklung der demokratischen Institute in Russland gekämpft werden.

Auf die Möglichkeit einer Revolution in Russland eingehend, brachte Surkow die Aussage des KP-Chefs Gennadi Sjuganow in Erinnerung: „Unser Land hat das Revolutionslimit ausgeschöpft.“

„Revolution bedeutet vor allem Ruin und Vernichtung. Wir beklagen uns über unsere demographische Situation und sehnen uns gleichzeitig nach Erschütterungen. Revolutionen müssen für immer aus unserer politischen Praxis verbannt werden“, sagte Surkow. „Es muss auch daran gedacht werden, dass Psychopathen und Terroristen infolge der revolutionären Aktivitäten solcher Romantiker an die Macht kommen.“

Russland brauche gegenwärtig allgemein anerkannte Werte sowie eine Selbstorganisation der Bürger, betonte der stellvertretende Präsidentenstabschef. [ RIA Novosti  / russland.RU ]