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10-10-2006 Petersburger-Dialog 2006
Putin besucht Bayern: Stoiber will Wirtschaftskontakte ausbauen
Bayern sei ein wichtiger Partner in der Zusammenarbeit und ein großer Investor in die russische Wirtschaft. Das sagte ein Mitarbeiter des Wirtschaftsministeriums des Bundeslandes Bayern RIA Novosti vor dem Besuch des russischen Präsidenten Wladimir Putin in München.

Nicht von ungefähr werde ein Treffen Putins mit führenden Industriellen, Finanziers, Geschäftsleuten und Wissenschaftlern aus Bayern stattfinden, sagte er.

Nach Angaben des Ministeriums entfallen etwa ein Drittel aller deutschen Investitionen in Russland, darunter die Hälfte großer Kapitalanlagen, auf das Bundesland, in dem 15 Prozent der Bevölkerung Deutschlands leben.

Der Gesprächspartner der Nachrichtenagentur betonte, dass der Umfang des bayerisch-russischen Handels 2005 gegenüber dem Vorjahr um 9,8 Prozent auf 5,6 Milliarden Euro zugenommen hatte. Dabei überstieg der russische Export, bei dem Rohstoffe mehr als 92 Prozent ausmachen, 3,45 Milliarden Euro. Der Import aus Bayern, vorwiegend Fertigprodukte, stieg auf 2,6 Milliarden Euro an, was die Notwendigkeit einer Strukturverbesserung des gegenseitigen Handels erfordert.

Er betonte, dass der russische Export bereits in der ersten Hälfte des laufenden Jahres 94 Prozent des Jahres 2005 erreichte.

Nach Angaben des bayrischen Wirtschaftsministeriums werden Direktinvestitionen von Firmen des Bundeslandes in Russland auf 1,5 Milliarden Euro geschätzt. Dabei sind die größten deutschen Investoren in Russland auch die bayerischen Firmen - der Konzern Siemens und der bekannte Baustoffproduzent Knauf.

Der Mitarbeiter aus dem Wirtschaftsministerium machte deutlich, dass eine positive Entwicklung der bayerisch-russischen Wirtschaftsbeziehungen zu verzeichnen sei, verwies allerdings auf ein großes nicht genutzes Potential.

Eine besonders vielfältige Zusammenarbeit auf regionaler Ebene unterhält Bayern schon seit 15 Jahren mit Moskau und deren Region.

Bayern ist auch zur engeren Zusammenarbeit mit anderen russischen Regionen bereit, die Interesse an Partnerschaftsbeziehungen haben. Dazu zählen Sankt Petersburg und das Gebiet Leningrad, die Region Krasnodar und verschiedene sibirische Gebieten.

Wie Ministerpräsident Stoiber vor kurzem bemerkte, erwarte Bayern einen neuen Aufwind in den Beziehungen mit Russland. [ RIA Novosti ]