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10-10-2006 Petersburger-Dialog 2006 Dresden
Umweltschutz: EU und Russland wollen gemeinsamen Wirtschaftsraum
Die erste Sitzung des EU-Partnerschaftsrats für Umweltschutz mit Russland findet am Dienstag in der finnischen Hauptstadt Helsinki statt.

Wie der Pressedienst des finnischen Umweltschutzministeriums mitteilte, nehmen an der Sitzung der russische Naturressourcen-Minister Juri Trutnew, der finnische Umweltschutzminister Jan-Erik Enestam, der EU-Kommissar für Ökologie, Stavros Dimas und Matthias Machnig, Staatssekretär des deutschen Bundesministeriums für Umweltschutz, teil.

Die russische und die finnische Seite werden das optimale Verhältnis zwischen der wirtschaftlichen Entwicklung und dem Umweltschutz, die Klimaveränderung und die Verpflichtungen aus dem Kyoto-Protokoll sowie die Erhaltung der Landschafts- und biologischen Vielfalt prüfen.

Nach den Ergebnissen der Sitzung sollen Vereinbarungen für einen Dialog im Umweltschutz zwischen dem russischen Ministerium für Naturressourcen und der Europäischen Kommission für Umweltschutz unterzeichnet werden. Für die EU-Kommission wird Stavros Dimas das Dokument unterschreiben.

Für die Zusammenarbeit sollen sieben Arbeitsgruppen gebildet werden, die sich mit Fragen der Klimaveränderung, der Umweltpolitik beider Seiten, der biologischen Vielfalt und des Naturschutzes befassen. Auch für die Bewertung von Einflüssen auf die Umwelt, den Kampf gegen illegalen Waldabbau und eine umweltgerechte Industrie sind Expertengruppen geplant.

Wie zuvor im russischen Ministerium für Naturressourcen betont wurde, ist die Unterzeichnung ein wichtiger Schritt für die gemeinsame Realisierung der Straßenkarte des russisch-europäischen Wirtschaftsraums. Ein Dokument, das die Eckpfeiler der Zusammenarbeit in Wirtschaft, Industrie, Handel, Transport, Raumfahrt und Umweltschutz bestimmt.

Am 10. Mai 2005 wurden auf dem Moskauer Gipfel mit Russland und EU die Straßenkarten für den gemeinsamen Wirtschaftsraum und Freiheitsraum festgelegt. Auch trafen beide Seiten Vereinbarungen über die Sicherheit, Rechtsprechung, Wissenschaft, Bildung und Kultur. [ RIA Novosti ]