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08-02-2008 Reden
Putins Rede zur Entwicklungsstrategie Russlands bis zum Jahr 2020 in deutscher Übersetzung von russland.RU
In seiner Rede vor dem Staatsrat skizzierte Wladimir Putin die „Entwicklungsstrategie Russlands bis zum Jahr 2020“. Für unsere Leser haben wir seine fast einstündige Rede so wortgetreu wie möglich ins deutsche übersetzt.

Sehr geehrte russische Staatsbürger, sehr geehrte Kollegen!

Zum Ende der zweiten Amtszeit als Präsident der russischen Föderation halte ich es für erforderlich Ihnen mitzuteilen, was in den letzten Jahren alles gemacht wurde und meine Meinung zur zukünftigen Entwicklung des Landes zu formulieren.


Vor acht Jahren war die Situation in Land überaus schwierig, wie Sie selbst sehr gut wissen. Das Land hat einen Default überlebt, die Ersparnisse der Bürgen verloren an Wert. Vor unseren Augen haben die Terroristen einen Bürgerkrieg begonnen, als die in Dagestan eingedrungen sind und in russischen Städten Häuser in die Luft gesprengt haben.

Doch die Menschen verspürten keine Verzweiflung und keine Angst. Im Gegenteil, von der Seite unseres Volkes diente als Antwort Konzentration und Zusammenhalt. An der Verteidigung Russlands und dessen territorialen Gesamtheit waren nicht nur die Militärangehörige beteiligt, sondern die gesamte Gesellschaft. Die Ärzte und Lehrer, die über Monate kein Gehalt bekommen haben, erfüllten ergeben ihre Pflicht. Die Arbeiter, Ingeneure und Unternehmer mühten sich auf ihren Arbeitsplätzen ab, in der Hoffnung die Wirtschaft aus dem Zustand der Rezession und dem Zerfall herausführen zu können.

Es war offensichtlich, das die Menschen sich ehrlich bemühten den Staat zu festigen und den Stand der Dinge zu verändern. Und jetzt, heute möchte ich allen danken, die damals uns vertraut und unterstürzt haben. Diese Unterstützung habe ich immer gesehen und gespürt. Und ohne die hätte ich nichts tun können. Nämlich nur der Wille des Volkes, dessen direkte Teilnahme am Schicksal Russlands wurde zu der entscheidenden Kraft, die uns erlaubt hat alles zu erreichen, was in den letzten acht Jahren gemacht wurde.

Ich möchte genau darauf eingehen, in welcher Situation sich das Land in der zweiten Hälfte des Jahres 1999 und am Anfang des Jahres 2000 befunden hat.

Ich möchte Sie daran erinnern, das der Überfall auf Dagestan die direkte Folge der tatsächlichen Trennung der Tschetschenischen Republik von Russland war. Hier treffen wir auch auf die offene Anstiftung der separaten äußeren Kräfte, die sehr an der Schwächung, oder auch am Zusammenbruch Russlands interessiert waren.

In Tschetschenien hat sich der Terror gegen die eigene Bevölkerung verbreitet: Mord an der friedlich lebenden Einwohnern und an den Geistlichen, Sklavenhandel, den die friedlich lebenden Einwohner bezahlen mussten und die Geiselnahme. Unter der Führung der Al- Qaida wurden Terroristen in Lagern ausgebildet. Der selbsternannte Kongress der Völker aus Dagestan und der Tschetschenischen Republik verkündete seinen Willen zur Erschaffung des heiligen Landes vom schwarzen bis zum kaspischen Meer.

Die Vorbereitung zum Schlag gegen Russland und zur Verschiebung ihrer angestammten Grenzen erfolgte absolut offen.

Was hätten wir dagegen setzen können?

Die Arme war fast zersetzt und nicht bereit zum Kampf. Die Bezahlung der Soldaten reichte nur zum existieren und wurde nicht mahl rechzeitig gezahlt. Die Technik war veraltet. Und die Unternehmen, die für die Ausrüstung zuständig sind, waren verschuldet und konnten nach und nach Teile der Produktion nicht mehr aufrecht erhalten.

Russland selbst war in Teile zerfallen. Im größten Teil der Föderation galten Gesetze, die der russischen Konstitution widersprachen. Einpaar Beispiele waren einfach empörend, z.B. der Status von einzelnen Territorien wurde als ein souveräner Staat betrachtet und mit der Russischen Föderation assoziiert. Die einzelnen Subjekte haben ihre Ansprüche auf Territorien von anderen Subjekten erhoben. Ich möchte sie darauf aufmerksam machen, sehr geehrte Kollegen, das wir von solchen umschrittenen Territorien mehr als zwei Tausend haben. Wenn wir uns irgendwann in der Zukunft erlauben sollten uns in diese Teilung verwickeln zu lassen, dann werden die Streitigkeiten niemals enden und werden irgendwann das Land zerstören. Stellen Sie sich das nur mal vor: man könnte die Staatsbürgerschaft einer dieser Territorien besitzen ohne aber die russische Staatsbürgerschaft zu haben. Die Staatsgewalt war wenig effektiv. Als Beweis dessen dient die Schwächung aller Staatsorgane und Missachtung der Gesetze. Die inländischen Organe der öffentlichen Massenkommunikation haben nicht selten in dem Interesse der einzelnen kooperativen Gruppen gehandelt und somit ihre politischen oder ökonomischen Aufträge ausgeführt. Ein sehr großer Teil der Wirtschaft wurde von kriminellen Strukturen kontrolliert. Die Landwirtschaft hat das am meisten zu spüren bekommen.

Der Staat war sehr verschulden und von den Anleihen stark abhängig. Und das Führte unweigerlich zum Default im Jahre 1998, der seine Auswirkung im Ruin von vielen Unternehmen, in wachsender Armut und Arbeitslosigkeit fand.

Die Inflation wirkte sich negativ auf die nicht allzu große Verdienste der russischen Bürger aus. Im Jahre 1999 betrug die Inflationsrate 36,5 Prozent. Am Anfang des Jahres 1999 war auch die Verschuldung der nicht gezahlten Gehälter, der Renten und der Beihilfe am höchsten ( mansche Beihilfen wurden überhaupt nicht gezahlt). Manche Unternehmen konnten schon seit zwei Jahren keine Gehälter mehr bezahlen.

Im Vergleich zum Jahre 1991 betrugen die realen Einkünfte der Einwohner nur 40 Prozent, die Renten noch weniger. In Folge hatte ein Drittel der Einwohner Einkünfte unter dem Existenzminimum.

Was bedeutet das? Das bedeutet, ein Drittel unserer Staatsbürger war verarmt, vollständig. Die schwere wirtschaftliche und soziale Situation und der Verlust von Werten führte zu einem psychologischen Schlag gegen die Gesellschaft. Das führte zur Steigerung der sozialen Krankheit, Korruption und Kriminalität. Das führte wiederum zur demographischen Krise. Die Geburtenratte sank und die Todesrate stieg.

Das reiche Russland hat sich in ein Land der armen Menschen verwandelt.

Unter diesen Vorraussetzungen begannen wir unseren Plan zu gestallten und zu verwirklichen- Plan zu Herausführung Russlands aus der systematischen Krise. Als erstes begannen wir mit der Wiederherstellung der konstitutionellen Ordnung, der einfachen Absicherung der Bürger und der Verfestigung der Staatsgewalt.

Unter alldem war für uns oberstes Gebot, dass das Land nicht auf Kosten der darin lebenden Menschen wiederhergestellt werden dürfte, der Preis dafür wäre die weitere Verschlechterung ihrer Lebensbedingungen. In den schweren 90-er Jahren hatten Sie schon genug Unglück und Schicksalsschläge zu erleiden.

Mit sehr viel Anstrengung ist es uns gelungen den Zerfall des Landes aufzuhalten und den Krieg im Norden Kaukasus zu beenden. Die Trennung war nicht mehr erwünscht und dem Terrorismus wurden- auch wenn die Gefahr immer noch besteht- sehr starke und entscheidende Schäden zugefügt. Die Tschetschenische Republik wurde zu einen vollständigen Mitglied der russischen Föderation. Hier fanden demokratische Wahlen des Parlamentes und des Präsidenten statt und die Konstitution der Republik wurde verabschiedet. Die Ökonomie und die Sozialstruktur entwickeln sich.

Wir entwickelten die einheitliche Rechtsordnung im Land. Die regionale Rechtsordnung stimmt jetzt mit den Gesetzen der Föderation überein, welche auch ordentlich weiterentwickelt wurden- einschließlich der Systematisierung der Gesetzgebung und Erlassung einer ganzen Reihe von Gesetzen.

Wir sind nicht nur ein gemeinsamer Staat geworden, sondern haben auch zielorientiert für die Entwicklung der Beziehungen innerhalb der Föderation gearbeitet.

Die Rechte der Föderation, sich in die Angelegenheiten der Regionen und Gemeinden einzumischen, wurden eingegrenzt. Gleichzeitig wurde die Verantwortung für die ökonomische und soziale Entwicklung auf die Regionen und Gemeinden übertragen mit der Ermittelung ihrer finanziellen und ökonomischen Grundlage. In Wahrheit ereignete sich eine seriöse Dezentralisierung der staatlichen Befugungsgewalt. Ich weis, das es hier noch viel zu tun gibt, aber der Vektor ist schon ermittelt.

Die materielle Grundlage und die Unabhängigkeit der Gerichte ist gefestigt. Und während dieser Regierungszeit habe wir zielgerichtet an der Standfestigkeit und Handlungsfähigkeit des politischen Systems gearbeitet.

Uns ist es gelungen den Staat davon zu befreien, seine Entscheidungen unter dem Druck des Rohstoff- und Finanzmonopols, den Mediamagnaten, den ausländischen politischen Vereinigungen und den entblößten Populisten zu Treffen, wo nicht nur die nationalen Interessen, sondern auch die Grundbedürfnisse von Millionen von Menschen ignoriert werden.

Jetzt kann es fest gesagt werden, dass es mit der politischen Nichtführung der Bevölkerung vorbei ist. Wir tun und werden auch weiterhin alles in unserer machtstehende tun, damit die Rechte unserer Staatsbürger in voller Form durch effektive Institute der verantwortlichen und ehrlichen Regierung verwirklicht werden.

Und schließlich ist Russland als ein starkes Land in die Weltarena zurückgekehrt- ein Land, auf welches man Rücksicht nimmt und welches für sich selber einstehen kann. Wir haben seriöse Erfahrungen mit dem Ausland gesammelt und diese Erfahrungen dienen der Entwicklung des Landes, schützen das Interesse der Bevölkerung und die nationalen Geschäfte. Ich erläutere nur ein paar zahlen. In den letzten acht Jahren sind die ausländischen Investitionen in die russische Wirtschaft nicht Prozentual gestiegen, sondern sind siebenmal so hoch. Ich möchte daran erinnern, das während der frühere Periode der reine Abfluss des Kapitals- wie Sie sehr gut wissen- jährlich 10- 15- 20, oder auch 25 Millionen Dollar betrug, wir haben im Jahre 2007 der Rekordzufluss an Kapital von 82,3 Millionen Dollar verzeichnen können.

Die Kapitalisierung des Fondsmarkts im Vergleich zum Jahr 1999 ist fabelhaft gewachsen und zwar um 22 mal. In diesem Bereich haben wir schon im Jahre 2006 die effektiv wachsende Märkte überholt: Mexica, Indien, Brasilien und auch die Entwicklungsländer wie Südkorea, die auch sehr hohe Wachstumsparameter vorgibt. Ende 1999 betrug der Fondsmarkt 60 Millionen Dollar und ende 2007- 1 Trillion und 330 Millionen US-Dollar. Der Güterumlauf zwischen Russland und anderen Ländern ist jetzt 5 mal so hoch. Jährlich fahren mehr als 6 Millionen unserer Bürgen ins Ausland.

Jede dieser Zahlen zeigt die Qualität der neue Beschaffenheit Russlands als ein moderner Staat, der für die Außenwelt geöffnet ist, sowie für den Handel und faire Konkurrenz. Heute haben wir den in den 90-er Jahren eingebüssten Wachstum der sozialen und ökonomischen Entwicklung vollständig eingeholt. Das Realeinkommen ist jetzt höher als vor der Reformation. Die Wirtschaft verzeichnet ein stetiges Wachstum.

Im letzten Jahr erreichten wir das höchste Bruttoinlandsprodukt seit sieben Jahren- 8,1 Prozent. Laut dem Endergebnis des Jahres 2007 und gemäß den Angaben der internationalen Experte, überholte Russland im Wachstum des BIP, was als Maß für die wirtschaftliche Leistung einer Volkswirtschaft dient, solche Länder wie Italien und Frankreich und zählt jetzt zu den größten Ökonomien der Welt.

Es begannen großflächige Projekte in der Energiewirtschaft, Infrastruktur, Maschinenbau und dem Wohnungsbau. Der Flug- und Schiffsbau wird in seiner Struktur reformiert und es fließen sehr hohe Investitionen in die Herstellung der Automobile- und Eisenbahntechnik. Nach der Ausrichtung der Regierung wurden staatliche Einrichtungen geschaffen die über sehr hohe finanzielle und organisatorische Möglichkeiten verfügen. Die Situation in der Landwirtschaft hat sich auch zum Guten gewendet.

Unsere Kinder müssen nicht mehr für unsere Schulden aufkommen, denn die Staatsverschuldung hat sich bis zu 3 Prozent des BIP verringert, was wiederum zu einem der besten Ergebnisse der Weltwirtschaft zählt.

Es wurden finanzielle Reserven gebildet, die das Land vor schädlichen Einflüssen aus dem Ausland schützt und die Erfüllung der sozialen Verpflichtungen garantiert.

Im großen und ganzen ist die makroökonomische Verfestigung und finanzielle Unabhängigkeit garantiert. Als Resultat dessen ist in Russland in den letzten zwei Jahren ein Investition- und Konsumboom zu beobachten.

Das Realeinkommen der Bevölkerung hat sich in den letzten 8 Jahren 2,5mal vergrößert. Ich weis sehr gut über alles Bescheid, was mit der Inflation zu tun hat: die Preiserhöhungen usw. Aber ich wiederhole nochmals, dass das Realeinkommen um das 2,5-fache gestiegen ist und das Arbeitslosigkeit und Armut sich mehr als um das 2-fachen verringert haben. Die Tendenz zu einer wachsenden Todesrate und der rückläufigen Geburtenrate wurde auch eingeschränkt. Vor kurzem, wie Sie sich erinnern, haben wir ein demographisches Programm formuliert. Sehr viele hatten Zweifel an der Wirksamkeit dieser staatlichen Investition aber heute kann mit großer Befriedigung verkünden werden, es hat gewirkt. Letztes Jahr konnten wir die höchste Geburtenrate seit 25 Jahren verzeichnen. Es sind so viele Kinder geboren, wie schon seit 15 Jahren nicht mehr.

In der Bildung, Wissenschaft und Gesundheitsfürsorge finden auch positive Veränderungen statt. Die Regierung beschäftigt sich von neuem mit den kulturellen Problemen der Nation. Es entstanden neue Möglichkeiten für die Entfaltung des Profi- und Massensports im Land. Und da Sotschi zur Metropole für die olympischen Winterspiele 2014 erwählt wurde, bestätigt es uns nicht nur unseren sportlichen und finanziellen Erfolg, sondern auch das Russlands internationale Autorität gewachsen ist.

Das Wichtigste, was wir erreicht haben ist Stabilität, die es erlaubt zu planen, zu arbeiten und sich eine Familie aufzubauen. Die Überzeugung an die stetige Verbesserung der Lebensumstände ist zurückgekehrt.

Ich wiederhole, dass wir das alles nur gemeinsam erreichen konnten und das es ein Zeugnis unserer täglichen verantwortungsvollen Arbeit ist- Arbeit, welche das Leben unserer Mitmenschen verändert hat und unser Land, auf das wir zurecht Stolz sind.

Sehr geehrte Kollegen, wir können nach den letzten 8 Jahren etwas aufweisen. Aber... Aber wir können uns nicht nur mit dem zufrieden geben, was wir erreicht und vollbracht haben. Ich finde, das wir die Situation realistisch und objektiv betrachten sollten und dabei auch selbstkritisch sein sollten.

Jetzt haben wir die Aufgabe unsere gesammelten Erfahrungen und Ressourcen effektiv in die nächste, qualitative Periode der Entwicklung unseres Landes einzusetzen. Bis zum Jahre 2010 sind unsere Ressourcen aufgeteilt und ein konkreter Entwicklungsplan ist verabschiedet. Aber schon jetzt müssen wir über diesen Horizont hinausblicken, wenigstens für die nächsten zehn Jahre. Deswegen reden wir heute über die langfristige Strategie bis zum Jahre 2020- im Kern, über die wichtigste, gesellschaftliche Wahl der zukünftigen Entwicklungsrichtung Russlands.

Ungeachtet der einzelnen Erfolge der letzten Jahre- der einzelnen Erfolge der letzten Jahre, ist es uns nicht gelungen uns von dem trägen, energierohstoffhaltigen Szenario der Entwicklung abzusondern. Selbstverständlich, es gibt nichts schlimmes in der gesteigerten Energiewirtschaft und auch nicht im Wachstum der Rohstoffgewinnung. Im Gegenteil, Gestaltung des modernsten und stärkster energiewirtschaftlichen Sektors in der Welt, Bildung von hochtechnisch ausgestatteter Unternehmen zur Gewinnung und Verarbeitung von Rohstoffen ist eines unserer vorrangigen Ziele.

Allerdings auch jetzt, auf der Bühne des für uns so günstigen Konjunkturaufschwungs sind wir mit der bruchstückhaften Erneuerung unserer Wirtschaft beschäftigt. Und das führt unausweichlich zur wachsenden Abhängigkeit Russlands vom Import der Güter und Technologien, zur Verfestigung unserer Rolle als Rohstoffanhängsel in der Weltwirtschaft, und kann weiterhin zum Rückstand gegenüber den führenden Weltwirtschaften führen, was wiederum zur Ausgrenzung Russlands von den Spitzenreitern der Welt führen kann. Wenn wir diesem Szenario folgen, werden wir den Lebensstandart unserer Bürger nicht verbessern können. Außerdem werden wir nicht die Sicherheit des Landes und dessen Entfaltung garantieren können, sondern würden sogar dessen Existenz in Gefahr bringen. Ich sage das ohne jede Übertreibung.

Die einzige reale Alternative zur so einer Ausbildung (wie wir das auch schon früher festgestellt haben) ist die Strategie zur innovativen Entfaltung des Landes auf dem Grundstein eines unserer wichtigsten Wettbewerbsvorteile- der Realisierung des menschlichen Potentials, der effektive Einsatz des menschlichen Wissens und Könnens zur Verbesserung der Technologie, der ökonomischen Ergebnisse und das gesellschaftliche Leben im Ganzen. Aber ich möchte besonders unterstreichen, das es auch alle verstehen: das Tempo der innovativen Entwicklung muss sehr viel höher sein als das jetzt der Fall ist. Ja, dieser Weg ist sehr viel schwieriger. Es ist sehr anspruchsvoll und verlangt die maximale Anstrengung von der Seite der Regierung, der Wirtschaft und der ganzen Gesellschaft. Aber in der Realität haben wir auch keine Wahl.

Wie kann es Überhaupt eine Wahl zwischen der Chance zum Erreichen der führenden Stelle in der Ökonomie, der sozialen Entfaltung, der Sicherheit des Landes und dem Verlust der wirtschaftlichen Position, der Sicherheit und im enddefekt dem Verlust der Souveränität geben?

Russland muss eines der attraktivsten Länder zum Leben werden. Und ich bin davon überzeugt, das wir es schaffen werden ohne das jetzt für die sogenannte rosige Zukunft zu opfern, sondern im Gegenteil mit der Verbessung des menschlichen Wohlbefindens Tag für Tag.

Der Übergang zur innovativen Entwicklung beinhaltet, vor allen Dingen, hohe Investitionen in das menschliche Kapital.

Die Entfaltung der Menschen ist das grundlegende Ziel und auch die notwendige Bedingung für den Fortschritt der modernen Gesellschaft. Das ist heute und auch langfristig unsere absolute nationale Priorität.

Die Zukunft Russland und unser Erfolg hängt von der Bildung und der Gesundheit der Menschen, von ihrem Streben zur Selbstvervollkommnung und dem Gebrauch ihres Wissens und Talentes. Doch das, was ich jetzt sage, gilt nicht für die Präsidentschaftswahlen und ist auch nicht ein Slogan der Wahlkompanie- das ist die offensichtlich nötige Entwicklung des Landes. Von der Motivation zum innovativen Benehmen der Einwohner und der Abgabe, die durch die Mühe eines jeden gegeben ist, wird die Zukunft Russlands abhängen.

Die Entfaltung des nationalen Bildungssystems ist entscheidend und somit ein Element der globalen Konkurrenz aber auch eines der wichtigsten Werte des Lebens. Es gibt in Russland alles: reihe, vielfältige Traditionen und Potential, damit wir unser Bildungssystem- von der Schule bis zur Universität- als eines der Besten der Welt gestalten können.

Das Bildungssystem muss in die neuesten Erkenntnisse und Technologien vereinen. Es sollte schon in den nächsten Jahren der Übergang zum Bildungsstandart der neuen Generation erfolgen, der von der neuen innovativen Ökonomie gefordert wird. Das Bildungsministerium arbeitet schon heute an diesen Standards. Ich möchte, das es zum Gegenstand der Diskussion in der Gesellschaft wird, im Ganzem. Und das sollten die modernen Standards sein.

Die Bildungssphäre soll die Grundlage für die wissenschaftliche Tätigkeit sein. Andererseits hat auch die Wissenschaft ein hohes Bildungspotential. Man sollte die talentierten jungen Leute unterstützen, die aktive Forschungen betreiben, und ihnen helfen sich Erfolgreich in die wissenschaftliche und innovative Sphäre zu integrieren.

Heute, auch wenn wir das dritt stärkste Land, der Zahl unseren Wissenschaftler zufolge, sind und auch nach den Investitionen in die Bildung zu den Vorreiten zählen, sind wir, Resultaten zufolge, weit von den Spitzenpositionen entfernt. Das ist die direkte Folge der schwachen Interaktion der wissenschaftlichen und bildenden Organisationen; des Staates, der Wirtschaft und die mangelhafte Beschaffung von Privatinvestitionen in die Wissenschaft.

Die Investitionen in die Forschung und Entwicklung der Wirtschaft sollten vom Staat stimuliert werden und wachsen. Und die wachsenden staatlichen Ressourcen, die der Wissenschaft zufliesen, sollten maximal effektiv genutzt werden und sich auf die fundamentale und bahnbrechende Richtungen konzentrieren, vor allem auf die Sphären, von denen die Sicherheit des Landes und die Gesundheit des Menschen abhängt.

Heute hat jeder zweite Mann im Land nicht mal die Chance bis zum 60 Lebensjahr zu leben. Schande! Auch die russischen Staatsbürger werden mit jedem Jahr weniger.

Ich meine, das es uns in den nächsten drei bis vier Jahren möglich sein wird die Anzahl der Bevölkerung zu stabilisieren. Obwohl mansche unserer Experten, auch aus der Regierung, prognostiziert haben, das es erst in 10-12 Jahren möglich sein wird.

Ich finde, das alles getan werden muss, damit die Todesrate in Russland sich mehr als 1,5- fach verringert und die durchschnittliche Lebensdauer in Russland sich bis zum Jahre 2020 auf 75 Jahre erhört.

Dafür benötigen wir sehr seriöse, systematische Veränderungen in der Organisation der medizinischen Hilfe und in der technologischen Umrüstung der medizinischen Organisationen, aber auch in der qualitativen Umgestaltung des Verwaltungspotentials der Gesundheitsfürsorge.

Wir müssen solche Bedingungen schaffen, damit die Menschen selber die Möglichkeit haben und sich selber bemühten, ihre Gesundheit mit dem Vorbeugen der Krankheiten, der Körperkultur und Sport zu erhalten.

Und wir brauchen auch wirksame Politik zur Erhaltung der Familien. Die Grundlage dieser Politik werden die schon getroffenen seriösen Entscheidungen und genauso neue Beschlüsse bilden.

Hier ist eines der wichtigsten Aufgabe, der Wohnungsbau und die Schaffung der Vorraussetzungen, unter denen die Bürger in der Lage währen selber ihre Wohnungsprobleme zu lösen, im einzelnen ihre Wohnungsbedingungen zu verbessern entsprechen ihrer veränderten Familiensituation.

Man sollte auch im Auge behalten, dass das ökonomische Wachstum und Einkommenswachstum der Bürger zur erhöhten Nachfrage nach Dienstleistungen der Bildung und Gesundheit führen wird. Und damit diese Bereiche den wachsenden Bedürfnissen der Staatsbürger entsprächen, und als Bedingung zur Finanzierung muss die Qualität und die Masse der angebotenen Dienstleistung sein.

Es ist notwendig aktiv auf die steuerlichen Mechanismen einzuwirken, um die Investitionen in die Entwicklung des menschlichen Kapitals zu stimulieren. Dafür ist die maximal mögliche Befreiung der Unternehmen und Bürger von den Steuern notwendig. Ich möchte die Aufmerksamkeit der Regierund und der Abgeordneten der Staatsduma darauf lenken: Die Staatsbürger und Unternehmen müssen von den Steuern für Bildung, Krankenversicherung und Finanzierung für Rentenansparrungen befreit werden.

Wir müssen erreichen, das alle Einwohner unseres Landes, unter Einsatz ihres Wissens und Könnens, und dort, wo es notwendig ist, der Staatshilfe, die Möglichkeit hätten eine qualitative Bildung zu bekommen, die eigene Gesundheit zu erhalten, sich eine Wohnung anzuschaffen und würdige Einkünfte zu erzielen. Das heißt einen Lebensstandart zu genießen, der die Zugehörigkeit zu der sogenannten mittleren Klasse definiert. Und ich meine, das der minimale Teil der mittleren Klasse in der allgemeinen Bevölkerungsstruktur zum Jahre 2020, für uns, keine geringere Höhe haben sollte als 60 Prozent oder auch, nach Möglichkeit, 70 Prozent.

bei russland.RU
Der Präsident von Russland auf der Münchner Konferenz zu Fragen der Sicherheitspolitik am 10.02.2007...


Wichtige Reden bei russland.RU. Im Original, in deutscher Übersetzung, als Audiofile oder auch als Video....


Unter dessen sollte sich die Staffelung des Haushaltseinkommens von der heutigen unannehmbaren 15-Fachen Trennung bis zu einer eher mäßigen verringern. Aber ich betone, der Anreiz zur professionellen und kreativen Selbstverwirklichung sollte nicht entzogen werden. Eine Einebnung sollte es nicht geben.

Russland sollte das Beste für den möglichen Karrierewachstum, für die Steigerung des sozialen und materiellen Status im Verlauf des Leben- das Beste zur Förderung des Talents und Erfolgs werden.

Alle, die arbeiten wollen, sollen die Möglichkeit haben Gut zu verdienen, unter anderen auch genug anzusparen um den erreichten Lebensstatus auch nach dem Ende der beruflichen Tätigkeit beibehalten zu können.

Zur gleichen Zeit ist es auch sehr wichtig, das Rentner und Invaliden heute, die solche Möglichkeiten nicht haben, würdige Renten und Beihilfen bekommen.

Und schließlich, da wir über hohe Lebensstandards sprechen, dürfen wir die persönliche Sicherheit unserer Staatsbürger nicht vergessen- die Sicherheit in der ganzen Breite ihrer Bedeutung: Garantie des sicheren Schutzes des Lebens und Besitzes der Menschen, der günstigen ökologischen Umgebung, des unfallfreien Verkehrsbetriebs und der kommunalen Infrastruktur, der effektiven Vorwarnung der technischen Katastrophen.

Und endlich, wenn wir das Kapital Mensch entfalten, müssen wir uns auf das ganze russische kulturelle Reichtum stützen, auf dessen einzigartige Errungenschaften und Traditionen. Das alles im Ganzen ist auch diejenige Gesellschaft der realen und gleichen Möglichkeiten, die Gesellschaft ohne Armut und mit der Garantie für die Sicherheit jedes Menschen. Zur Gestaltung so einer Gesellschaft sollten wir streben, ich bin überzeugt, das wir Erfolg haben werden.

Sehr geehrte Kollegen,

vor uns stehen neue und noch schwierigere, als früher, Aufgaben der Wirtschaftspolitik. Das wichtigste Problem der heutigen russischen Ökonomie- ist ihre geringe Effektivität. Die Arbeitsproduktivität in Russland bleibt auch weiterhin sehr niedrig. Der gleiche Arbeitsansatz, wie in den eher entwickelten Ländern, bringt in Russland einen mehrfach niedrigeren Ertrag. Und das ist doppelt Gefährlich unter den Bedingungen der wachsenden globalen Konkurrenz und der immer höher werdender Ausgaben für den qualitativen Einsatz und die Energieträger.

Die Realisierung der innovativen Entwicklung erlaubt es uns die kardinale Steigerung der Arbeitsproduktivität zu erreichen. In den Hauptsektoren der russischen Ökonomie sollte Minimum der 4-Fache Wachstum dieses Exponenten in 12 Jahren erreicht werden. Damit die Aufgabe zum Effektivitätsanstieg unsere Wirtschaft gelöst werden kann, müssen wir die Motivationen und Vorraussetzungen für die Durchführung einer ganzen Reihe von Strömungen schaffen.

Es ist, vor allen Dingen, die Formierung des nationalen innovativen Systems. Das sollte auf der Gesamtheit der staatlichen und privaten Institute basieren, die Innovationen unterstützen. Es ist die Verankerung und Vergrößerung unserer naturgegebenen Vorteile. Der Ausbau, für uns, der Grundstruktur der Ökonomie inklusive der tiefgreifenden Verarbeitung der Naturstoffe, Verwendung energetischer, befördernder und landwirtschaftlicher Möglichkeiten Russlands.

Es ist eine großangelegte Modernisierung der vorhandenen Produktion in allen Bereichen der Ökonomie. Dafür benötigen wir eine grundsätzlich andere Beschaffenheit der Unternehmensführung und Wechsel aller, in Russland, genutzten Technologie, fast aller Maschinenparks und Anlagen. Wobei beste Technologie- ist auch in den meisten Fällen energieeffiziente und energieeinsparende Technologie, sehr ökonomisch und ökologisch sauber.

Die wichtigste Richtung- ist die Entwicklung neuer Sektoren der globaler Konkurrenzfähigkeit, vor allem hochtechnologischer Branchen, die als Vorreiter in der „Wissensökonomie“ erscheinen: das sind die Raumfahrtbranche, Schiffsbau und Energiewirtschaft. Sowie die Entwicklung der Informationstechnologie, Medizintechnologie und anderer neuer Technologien.

Wir brauchen zweifellos den Bau neuer und die Modernisierung aktiver Strassen, Bahnhöfe, Häfen, Flughäfen, Kraftwerke und der Kommunikationssysteme.

Äußerst wichtig ist die Entwicklung der finanziellen Infrastruktur- bis zu Ebene, adäquat den ökonomischen Bedarfsanforderungen. Letztendlich sollte sich in Russland eines der Weltfinanzzentren bilden. Das ist Natürlich bei dem Volumen der Goldwährungsreserven: vor ein paar Tagen- über 484 Milliarden Dollar. Nebenbei gesagt- stets verbreiten sich irgendwelche albernen Gerüchte über Denominierung der nationalen Währung- das ist alles Blödsinn. In der gegenwärtigen Situation ist es absurd, unmöglich und dumm.

Im ganzen ist die Entwicklung der Märke und wettbewerbsfähiger Umgebung notwendig, das wird die Unternehmen dazu motivieren ihre Aufwendungen zu senken, die Produktion zu erneuern und flexibel auf die Nachfrage der Konsumenten zu reagieren.

Wir müssen hunderttausender Arbeitsplätze schaffen, die hohe Qualifikationen verlangen und mit dem Gebrauch hohes menschlichen Potentials verbunden sind.

Und gleichzeitig- der Staat muss die Menschen aktiv beim Berufswechsel unterstützen, bei der Arbeitsvermittlung und beim Weg zur Selbstständigkeit. Und das hängt direkt von der Effektivität des Systems der kontinuierlichen Bildung und der Umschulung des Personalbestands ab, von dem, wie komfortabel die Bedingungen für die Betreibung des kleinen Business sind. Fürs erste ist dessen Ausübung sehr schwierig. Wir müssen noch darauf zurück kommen. Was die zentralen föderalen Organe auf Stellen, auf Territorien machen, mit der Unterstützung der territorialen und örtlichen Behörden- ist einfach entsetzlich. Bis jetzt ist es monatelang nicht möglich mit der Selbstständigkeit zu beginnen. Zu jeder Einrichtung muss man Schmiergeld mitnehmen: zu Feuerwehr, zum Sanitär, zu Gynäkologie- wo muss man nur nicht alles hin, es ist einfach entsetzlich!

Ich wiederholle- bei der Beschäftigung mit all diesen konkreten Richtungen der sozialökonomischen Politik müssen wir unsere Anstrengungen bei der Lösung auf drei Schlüsselprobleme konzentrieren.

Erstens, die Schaffung gleicher Möglichkeiten für alle Menschen. Zweitens, die Formierung der Motivation zum innovativen Verhalten. Drittens, die radikale Steigerung der ökonomischen Effektivität, vor allem auf der Grundlage der steigenden Arbeitsproduktivität.

Das Resultat der Lösung all dieser Aufgaben sollte der Aufstieg Russlands zu technologischen Spitzenpositionen der Welt sein.

Offensichtlich, das für die Realisierung der angestrebten Ziele man obsollut neue Forderungen an die Staatsverwaltung braucht. Sie muss uns bei der Formulierung der genauen Entwicklungsziele unterstützen und ein System schaffen, welches an deren Erreichung orientiert ist.

Die realen Resultate im Aufbau der innovativen Gesellschaft sollten zum wichtigstem Kriterium der Arbeitsbewertung der ganzen Staatsmaschinerie werden. Mittlerweile scheint der heutige Staatsapparat im beträchtlichen Maße mit Korruptionssystemen verbürokratisiert zu sein, ohne Motivation zu positiven Veränderungen und noch weniger zur dynamischen Entfaltung.

Wir müssen die Ökonomie von dem administrativen Druck befreien, welcher zu einer Entwicklungsbremse geworden ist, dann durch die funktionale Optimierung und ein verändertes Finanzierungssystem müssen wir Motivation zur effektiverer Aktivität der Behörden und einzelner Beamte schaffen, müssen auch Konkurrenzbedingungen für die Hinzuziehung zum Staatsdienst des besten Personals schaffen und unter dessen deren Verantwortung vor der Öffentlichkeit erhöhen.

Eines der wichtigsten Probleme der Staatsverwaltung bleibt dessen übermäßige Zentralisierung. Alle, sogar elementare Entscheidungen werden in der Regierung monatelang, sonst auch Jahre, getroffen. Eigentlich wird alles nach Instruktionen ausgeführt, alles richtig, aber das ist genau der Fall, wo Ordnung sich in Absurdität verwandelt.

Die Regierung muss zum Zentrum der Ausarbeitung der Ideologie und strategischer Pläne werden. Verabschieden der föderalen Programme mit der genauen Aufstellung der Aufgaben, den Bewertungskriterien, dem Umfang der benötigten Ressourcen, sich nicht in Einzelheiten einmischen und sich nicht in nutzlosen Details ertränken.

Das Ministerium, wie es eigentlich schon am Anfang der administrativen Reformen gedacht war, muss die ihnen anvertraute Ressourcen real lenken uns selbständig die dafür benötigten Normativ-Rechtliche Akte erlassen.

Zu Richtlinien des morgigen Systems der Staatsverwaltung müssen Selbstständigkeit und Verantwortung, dynamische Vorwärtsentwicklung, die Verfolgung der gemeinsamen ideologischen Entwicklung des Staates, effektiver Ressourcenverbrauch, mutige und bedeutsame Entscheidungen, Unterstützung der Initiative und Innovation, Personalwechsel und deren Kompetenz und Blickwinkel werden.

Unter dessen sollte so eine Herangehensweise zur Grundlage des Funktionierens nicht nur der Staatsverwaltung, sondern auch der gesamten Haushaltsnetze und Unternehmen werden, die vom Staat und den ortsansässigen Verwaltungsorganen kontrolliert werden.

Bedenkt nur, sehr geehrte Kollegen: in diesem System arbeiten ungefähr 25 Millionen Menschen und das ist mehr als ein drittel der Arbeitnehmer im ganzen Land. Hier werden Trillionen Rubel an Investitionen und der fließenden Staatsausgaben umgeschlagen. Und deswegen ist es nötig sich mit der Vervollkommnung der Tätigkeit dieses Systems, die ein Gerüst des ganzen Staates darstellt, alltäglich und zielstrebig zu beschäftigen.

Es ist auch offensichtlich, dass so ein kolossalleer Staatssektor die Staatskräfte übersteigt und nutzlos ist. Die unzähligen Organisationen und Institutionen sollten adäquat zum Markt sein, sollten die Vergütung für Resultate bekommen und nicht für den Fakt der Existenz und deren Leitung sollte die personelle Verantwortung für die Qualität der Verwaltung tragen. Nach Möglichkeit sollte man aktiver das privaten Kapital in den Staatssektor mit einbeziehen, sei es Industrie oder die soziale Sphäre.

Ein privater Unternehmer, der vom Ergebnis motiviert wird, kommt häufig mit der Leitung besser zurecht, als ein Beamter, der nicht immer eine Vorstellung davon hat, was eigentlich eine effektive Leitung ist und was ein Resultat ist.

Es bedarf auch der Vereinfachung des steuerlichen Systems, der Minimierung der Möglichkeit zur freien Auslegung der Gesetzesgebung und der Einführung der steuerlichen Stimulation für die Entwicklung der innovativen Ökonomie. Im ganzen müssen wir zur weiteren Senkung der steuerlichen Belastung streben. Als Antwort auf euren Beifall, sage ich, indem ich mich an die Regierung und an die Deputate der Staatsratssitzung wende: Wir müssen unter anderem auch zur Festlegung der einhaltlichten und maximal niedrigen Umsatzsteuerrate streben.

Es ist erforderlich die Arbeit über die Formierung der Unabhängigen und Hocheffektiven Judikative fortzusetzen, die als absoluter Garant für den Schutz der Unternehmerrechte, unter anderem auch zum Schutz von der Willkür der Staatsbeamten dient.

Als letztes, der Staat muss ausreichende Instrumente für die Sicherstellung der makroökonomischen Stabilität in den unstabilen Bedingungen der Weltmärkte finden. Als Resultat- in Russland sollte eine maximal komfortable Konkurrenzumgebung geschaffen werden: für die Anlockung der Investitionen, vor allen Dingen in hochtechnologische Branchen, und für die Führung der Geschäfte.

Als wichtigster Modernisierungsaspekt der staatlichen Verwaltung stellt sich die Durchführung der effektiven regionalen Politik dar.

Charakter für den heutigen Tag ist die Größe und sich erweiternde Differenzierung zwischen der sozial-ökonomischen Entwicklung der Regionen- mit der überwiegenden Masse der Subjekte Russischer Föderation, die sehr niedrige Kennziffer haben. Der Unterschied zwischen den Subjekten der Föderation ist praktisch in den höchstgrundlegenden Parametern feinominal und erreicht mehrere Zehntel.

Schon in den nächsten Jahren sollten wir zur nächsten Etappe der regionalen Politik übergehen, die darauf Gerichtet ist nicht die Formale, sondern die faktische Gleichberechtigung der Subjekte der Russischen Föderation zu gewährleisten- Gleichberechtigung, die es den einzelnen Regionen erlaubt, mit den nötigen und ausreichenden Ressourcen die würdigen Lebensbedingungen der Einwohner, die Gesamtentwicklung und Diversifikation der territorialen Ökonomie zu gewährleisten. Eine wichtige Rolle spielt hier die Arbeit zur Formierung der neuen Zentren für die sozialökonomische Entwicklung: in Powolschja, in Ural, im Südden Russlands, in Sibirien und im Fernen Osten- sowie die Schaffung des innovativ, territorial- produzierenden Komplexnetzes und die Vervollkommnung der Transport- und Energieinfrastruktur. Ich bin überzeugt, dass nur die ausbalancierte, territoriale Politik die Sicherung der harmonischen Entwicklung des ganzen Landes erlaubt.

Sehr geehrte Kollegen, die Zukunft des russischen politischen Systems ist bestimmt durch das Streben des modernen Menschen, der Millionen unserer Bürger zur individuellen Freiheit und sozialen Gerechtigkeit. Ein demokratischer Staat sollte zum effektiven Instrument der Selbstorganisation der staatlichen Gesellschaft werden.

Die Arbeit hier ist schon auf Jahre kalkuliert. Und sie wird auch weitern fortgeführt- mit Hilfe der lehreichen Tätigkeit, der Heranbildung der bürgerlichen Kultur, durch die Rollensteigerung der nichtsstaatlichen Organisationen, die Zuständig für die menschlichen Rechte sind, der öffentlichen Kammer und, selbstverständlich, der Entwicklung der russischen Mehrparteiensystems.

Ihr Charakter wird in Zukunft von mehreren großen politischen Parteien bestimmt. Damit sie ihre vorderen Positionen halten oder erweitern können, müsse sie, selbstverständlich, hart arbeiten, für Veränderungen offen sein und ihren Dialog mit den Wählern erweitern. Dabei müssen die politischen Parteien die gewaltige Verantwortung für die Zukunft Russlands, die Einheit der Nationen und für die stabile Entwicklung unseres Landes anerkennen.

Wie scharf die politischen Zankereien auch sein mögen, wie unüberwindlich die zwischenparteiligen Unstimmigkeit auch sein mögen, die sind es niemals Wert, dass das Land an den Rand des Chaos getrieben wird.

Verantwortungslose Demagogie, die Versuche der gesellschaftlichen Entzweiung und der Gebrauch der ausländischen Hilfe in den innerpolitischen Streitigkeiten ist nicht nur unmoralisch, sondern auch gesetzeswidrig. Es erniedrigen die Würde unseres Volkes und schwächen unseren demokratischen Staat.

Und als letztes, das politische System Russland sollte nicht nur der nationalen politischen Kultur entsprechen, sondern sich mit ihr gemeinsam Entwickeln. Dann wird sie auch gleichzeitig flexibel und stabil sein.

Unter allen möglichen Uneinigkeiten sollten alle gesellschaftlichen Kräfte nach einem einfachen, aber lebenswichtigen Prinzip handeln: Nichts zum Nachteil Russlands und dessen Staatsbürger, alles zum Wohle Russlands, für dessen nationale Interessen, zum Wohl und zur Gefahrlosigkeit jedes Einwohners in Russland.

Ich kann die Themen nicht unerwähnt lassen, die mit der Gewährleistung der Sicherheit und der Verteidigungsfähigkeit Russland verbunden sind, sowie mit unserer außenpolitischen Strategie. Die sind im großen Mass vom Stand der ökonomischen und sozialen Entwicklung des Landes abhängig.

Es ist schon offensichtlich, das sich in der Welt ein neuer Umlauf der Aufrüstung breit macht. Und es nicht von uns abhängig und nicht wir haben damit begonnen. Die höher entwickelten Länder, die sich auf ihre technologische Überlegenheit berufen, delegieren ihre mehrere Milliarden teueren Mittel für die Entwicklung der Verteidigungs- und Angriffsysteme der nächsten Generation. Und ihre Investitionen in die Verteidigung sind Nichts im vergleichen zu dem, was wir machen- sondern zehn mal so viel.

Wir folgen im laufe der Jahrzehnte streng unseren Verpflichtungen, Erfüllen alle zwischenstaatlichen Konventionen in der Sicherheitssphäre, alle zwischenstaatliche Abkommen, unter anderem auch das Abkommen über die Kontrolle der Aufrüstung in Europa- KSE-Vertrag. Aber unsere Partner aus der Mitgliederzahl der Nordatlantikvertrag- Organisation (NATO) ratifizieren nicht mal einige Dokumenten, erfüllen die nicht, doch verlangen von uns auch weiterhin dessen einseitige Erfüllung. Die Organisation (NATO) selbst vergrößert sich, nähert ihre militärische Infrastruktur zu unseren Grenzen. Wir haben die Stützpunkte in Kuba und in Vietnam liquidiert. Was haben wir bekommen? Neue amerikanische Stützpunkte- in Rumänien, Bulgarien, es werden neue Positionen der Raketenabwehr in Polen entstehen, offenbar, schon errichtet , und auch in Tschechien- dessen Elemente.

Man versucht uns zu überzeugen, das alle diese Maßnahmen nicht gegen Russland gerichtet seinen. Unterdessen kann uns niemand auf unsere Besorgnis, die voll berechtigt ist, eine konstruktive Antwort geben.

Es gibt viele Gespräche über dieses Thema. Aber das alles wird von unseren Partnern genutzt, mit Bedauern – und mit Schmerz im Herzen muss ich es konstatieren, zu nichts mehr als informative und diplomatische Deckung zur Realisierung dessen eigener Pläne. Bis jetzt sehen wir keine realen Schritte zur Kompromisssuche. Und wir werden faktisch vor die Notwendigkeit der Gegenmaßnahmen gestellt und zwingen uns entsprechende Entscheidungen zu treffen. Auf diese neuen Herausforderungen hat Russland und wird immer eine Antwort haben.

In den nächstliegenden Jahre muss in Russland die Produktion einer neuen Art der Bewaffnung entwickelt werden, die in ihrer qualitativen Eigenschaft, über die andere Länder verfügen, in nichts nachstehen, jedoch im Regelfall, diese Eigenschaften übersteigen soll. Unterdessen sollten die Ausgaben für diese Ziele adäquat den Möglichkeiten des Landes sein und sollten nicht der Priorität der sozial- ökonomischen Entwicklung in Rechnung gestellt werden.

Der Gebrauch der neuesten Technologie wird auch ein Umdenken in der Strategie des Streitkräfteaufbaus verlangen. Die leitenden wissenschaftlichen Ausarbeitungen in Bereichen der Bio-, Nano-, und Informationstechnologie können nämlich zur revolutionären Veränderungen im Bereich der Bewaffnung führen. Und die Frage der Erweiterung , der Bedienung und des Gebrauchs der Waffen der neuen Generation kann man nur einer Armee anvertrauen, die die gegenwärtigen Anforderungen erfüllt.

Die Rolle des menschlichen Faktors ist hier so hoch, wie noch nie. Wir benötigen, wenn erwünscht, eine innovative Armee, wo an die Professionalität, technische Übersicht und Kompetenz des Militärs prinzipiell andere Forderungen, eines modernen Niveaus, gestellt werden.

Dafür benötigt man eine seriöse Prestigesteigerung des militärischen Dienstes, die weitere Erhöhung der Geldleistung für die Militärdienstleistende, Stärkung ihrer sozialen Sicherheit und wirkungsvolle Lösung ihrer Wohnprobleme.

Für die Stärkung der nationalen Sicherheit im ganzen wird eine neue Strategie des Streitkräfteaufbau bis zum Jahre 2020 benötigt- mit der Einbeziehung der modernen Herausforderungen und der Interessenbedrohung unseres Landes.

Ich betone, die Welt wird heute nicht einfacher, sondern schwieriger und härter. Wir können beobachten, wie, durch Vorschieben der hohen Parolen über die Freiheit, die offene Gesellschaft, bisweilen die Souveränität der Länder und ganzer Regionen vernichtet wird, wie sich unter der lauten Rhetorik über die Handels- und Investitionsfreiheit in den am höchsten entwickelten Ökonomien und Ländern die Politik des Protektionismus verstärkt.

Es baut sich auch ein erbitterter Kampf um Ressourcen auf. Und in vielen Konflikten, außenpolitischen Aktionen und diplomatischer Demarche „richt“ es nach Öl und Gas. In diesen Kontext ist das wachsende Interesse der Außenwelt zur Russland und Eurasien im ganzen zu verstehen. Ja, wirklich, Gott hat bei uns mit dem Erdenreichtum nicht gegeizt. Als Resultat dessen treffen wir oft auf die Politik der Zurückhaltung. Aber hinter alldem, im großen Masse, steht häufig das Streben um eine unfaire Konkurrenz aufzuzwingen und sich selber den Zutritt zu unseren Ressourcen zu verschaffen.

Unter diesen Bedingungen ist es wichtig die Härte der Bewertung und Ausdauer beizubehalten, man sollte es nicht erlauben sich in kostspielige Konfrontation verwickeln zu lassen, unter anderem auch in schädliche für unsere Ökonomie und aufzehrende für unsere Ökonomie Wettrennen zur Aufrüstung, vernichtend für die innere Entwicklung in Russland. Unsere Wahl ist offensichtlich: Wir sind vertrauensvolle Partner für die gesamte Weltgemeinschaft, für die Lösung globaler Probleme. Und für uns ist die gegenseitig gewinnbringende Zusammenarbeit in allen Bereiche interrasant: in der Sicherheit, in der Wissenschaft, in der Energiewirtschaft und in der Lösung des Klimaproblems.

Wir sind auch an sehr aktiver Mitwirkung in globaler und regionaler Integrationsprozesse interessiert, an enger handels-ökonomischer und investierender Zusammenarbeit, an der Förderung der hohen Technologie und deren Einbringung in das tägliche Leben. Das alles entspricht unseren strategischen Zielen. Und um unsere nationalen Aufgaben lösen zu können, brauchen wir eine friedvolle und positive Nachricht von internationalen Beziehungen. Wir werden aber auch weiterhin danach streben.

Ich betone, wir möchten nicht irgendwas jemandem wegnehmen: wir sind ein wohlhabendes Land. Und wir haben auch nicht vor uns zu „verschließen“ und von der Außenwelt zu isolieren.

Ich bin Überzeugt, das eine selbständige, pragmatische und verantwortungsvolle Politik es erlauben wird hinter Russland die internationale Autorität als sicheren und gewissenhaften Partner fest zu verankern.

Sehr geehrte Kollegen, heute entscheiden wir die wichtigste für die Zukunft Russlands Fragebestimmen die Strategie dessen Entwicklung bis zum Jahre 2020. Es ist offensichtlich, das nur eine konsolidierte, vereinigt durch gemeinsames Streben Gesellschaft sie in voller Höhe realisieren kann. Und deswegen müssen unsere langfristigen Orientierungspunkte für alle verständlich sein, müssen von den Staatsbürgern unterstützt werden.

Deswegen finde ich es besonders Wichtig, dass die Entwicklungspläne des Landes in der russischen Gesellschaft breit durchdiskutiert werden, mir der Teilnahme aller Institutionen. Und so eine Diskussion sollte nicht nur mit den Gespräch enden- als Ergebnis sollte die Regierung der Russischen Föderation ein Konzept der sozial- ökonomischen Entwicklung im Land bis zum Jahre 2020 und einen konkrete Vorgehensplan in allen oben aufgeführten Bereichen verabschieden. Ein Stufenplan muss für alle Richtungen entwickelt werden!

Russland hat schon mehrer Male bewiesen, dass es das tun kann, was für andere unmöglich erscheit. In den Nachkriegszeiten schafften wir einen industriellen Sprint und haben als erste den Kosmos erschlossen. Und in den letzten paar Jahren haben wir uns rekonstruiert, stabil rekonstruiert nach dem Chaos der 90-er Jahre, nach dem ökonomischen Zusammenbruch und dem Bruch der früheren Lebensstruktur. Mehr als das, ab 2000 bis 2007 ist das Bruttoinlandsprodukt um 72 Prozent gewachsen. Unter solchen Umständen, unter dem Erhalt des Dynamikwachstum von 7,8 Prozent kann die Verdoppelung des BIP schon zum Ende nächsten Jahres 2009 erreicht werden.

Aber ich wiederhole, heute stellen wir uns eine eher ambitiöse Aufgabe- die qualitative Veränderung des Lebens zu erreichen, die qualitative Veränderung des Landes, ihrer Ökonomie und der sozialen Umgebung.

Russland hat arbeitswillige und gebildete Menschen- Menschen, die danach streben immer die besten zu sein; in dem nationalen Charakter unserer Menschen- die Gewohnheit zu siegen, das Streben frei und unabhängig zu sein.

Russland hat kolossale Naturschätze und reichen wissenschaftlichen Potenzial. Russland hat eine genaue Vorstellung davon, auf welche Weise und zu lasten welcher Ressourcen wir unsere neuen großen und grandiose Aufgaben entscheiden werden.

Und es gibt keine einzige seriöse Ursache, die uns nicht erlauben würden unsere Ziele zu erreichen, keine einzige!

Ich bin absolut davon überzeugt, das wir erreichen werden, dass unser Land auch weiterhin ihre Position als eines der Vorreiter in der Welt verstärken wird und unsere Staatsbürger in Würde leben.

Danke.

[  Übersetzt von Ella Rack für russland.RU – die Internet - Zeitung ]