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29-09-2006 Weltraum
Rote Rosen für erste Weltraumtouristin nach Rückkehr zur Erde
Mit roten Rosen und frischem Obst ist die erste Weltraumtouristin Anousheh Ansari nach ihrer Rückkehr von der Internationalen Raumstation ISS auf der Erde begrüßt worden.

Die Sojus-Kapsel mit Ansari sowie den ISS-Crewmitgliedern Pawel Winogradow und Jeffrey Williams an Bord landete am Freitag um 03.14 Uhr MESZ wohlbehalten nahe der Ortschaft Arkalik in der kasachischen Steppe. "Dieses Erfahrung war mehr, als ich jemals erwartet hätte", sagte Ansari nach Angaben des russischen Weltraum-Reiseunternehmens Space Adventures nach der Landung. Alle ihre Erwartungen seien übertroffen worden.

Der Fernsehsender NTW zeigte Bilder von Ansari, wie sie sich im All von den zurückgebliebenen ISS-Mitgliedern verabschiedete. Sie könne nicht unglücklich sein, da sie dank der Crew eine einmalige Erfahrung gemacht habe. "Die Erde vom All aus zu sehen, wird für immer in mein Gedächtnis eingebrannt sein", sagte Ansari. Nach ihrer Landung wurde die strahlende Frau von ihrem Ehemann Hamid Ansari begrüßt, der ihr einen Strauß roter Rosen überreichte. Sie musste wie die beiden ISS-Besatzungsmitglieder zunächst in einem speziellen Stuhl getragen werden, um sich wieder an die Erdanziehungskraft zu gewöhnen. Helfer hatten den Kosmonauten aus der Kapsel geholfen und sie wegen der niedrigen Temperaturen in Pelze eingewickelt.

Ansari und die beiden Crewmitglieder Winogradow und Williams sollten am Freitag zunächst nach Moskau weiterreisen und sich dort akklimatisieren. Alle drei seien bei guter gesundheitlicher Verfassung, berichtete die Nachrichtenagentur ITAR-TASS unter Berufung auf russische Raumfahrtbehörden. "Die Besatzung hat sich fabelhaft geschlagen", sagte Nikolai Sewastjanow, Chef des russischen Unternehmens Energija, das die ISS entwickelt hat. Der Flug sei ein Erfolg gewesen und zeige, dass sich auch Laien schnell auf einen Weltraumflug vorbereiten könnten.

Die im Iran geborene US-Geschäftsfrau Ansari war am Montag vergangener Woche als erste Touristin zu der rund 25 Millionen Dollar (19,7 Millionen Euro) teuren Mission ins All gestartet. Während ihres achttägigen Aufenthalts auf der ISS führte die 40-Jährige drei medizinische und biologische Experimente für die Europäische Weltraumbehörde ESA durch und machte Hunderte von Fotos von der Erde.