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14-11-2006 Weltraum
Aufhebung der Einschränkungen im GLONASS-Systems erleichtert Rettungsoperationen
Die Aufhebung der Einschränkungen zur exakten Bestimmung der Koordinaten von Objekten bei der Benutzung des nationalen globalen Satellitennavigationssystems GLONASS erlaubt eine viel effizientere Gestaltung der Such- und Rettungsoperationen, verlautete aus dem russischen Zivilschutzministerium.





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"Zuvor betrug die Abweichung bei der Bestimmung der exakten Koordinaten wegen der Einschränkungen bis zu 150 Meter. Jetzt wird die Abweichung um fünf Meter schwanken", sagte der Stellvertreter der Abteilung für operative Leitung des Zivilschutzministeriums, Andrej Legoschin, in einem Interview gegenüber RIA Novosti.

Er sagte, dass die genaue Bestimmung eines Objektes bei schlechter Witterung oder unter komplizierten geographischen Bedingungen für die Rettung von Menschenleben entscheidend sein kann.

"Wir wollen niemanden bombardieren, doch es ist notwendig, die genaue Unfallstelle oder den Aufenthalt der Opfer zu kennen. Das ist sowohl für die Arbeit der Rettungsgruppen auf der Erde als auch für die Flugzeugleitung nötig", sagte er.

Legoschin teilte mit, dass der russische Rettungsdienst schon seit einigen Jahren außer GLONASS das ähnliche amerikanische System GPS benutzt, bei dem diese Einschränkungen bereits früher abgeschafft wurden.

"Wir benutzen alle verfügbaren Navigationsmittel und jede Ausrüstung, die Leben retten hilft. Wir haben sowohl militärische als auch zivile Schiffe und Flugzeuge. Doch zweifellos ist es für uns nach der Aufhebung der Einschränkungen im Navigationssystem leichter", sagte er.

Am Montag teilte Vizepremier und Verteidigungsminister Sergej Iwanow mit, dass der russische Generalstab ab dem 01. Januar 2007 alle Einschränkungen zur genauen Bestimmung der Koordinaten von Objekten aufhebt. Bis Ende 2007 wird das System für ganz Russland wirken, so Iwanow.

GLONASS stellt seinen Nutzern auf der Erde, auf der See, in der Luft und im Weltraum Navigationsinformationen und genaue Zeitsignale zur Verfügung. Seit 1996 benutzen die Internationale Zivilluftfahrt-Organisation und die Internationale Seefahrtorganisation auf Angebot der russischen Regierung das GLONASS-System neben dem amerikanischen GPS-System international. [ RIA Novosti ]