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31-01-2007 Weltraum
Zenit 3SL-Explosion: Odyssey-Startrampe im Pazifik beschädigt
Nach dem heutigen Fehlstart der ukrainischen Trägerrakete Zenit 3SL habe die im Pazifik gelegene Startrampe Odyssey dennoch ihre Schwimmfähigkeit nicht verloren, teilte die Sprecherin des Sea Launch-Konsortiums, Paula Korn, gegenüber RIA Novosti mit. Dennoch hat die Odyssey-Plattform den Fehlstart offenbar nicht ganz ohne Schaden überstanden.

"Wir berechnen jetzt den Schaden für die Startrampe", sagte die Sprecherin.

Die Trägerrakete Zenit-3SL, die einen Kommunikationssatelliten vom Typ NSS-8 der niederländischen Firma SES NEW SKIES ins All bringen sollte, war kurz nach dem Start explodiert. Die Ursache des Fehlstarts ist laut Korn unklar. Der NSS-8-Satellit sei höchst wahrscheinlich in den Ozean gefallen, sagte sie. Sea Launch ist das einzige Unternehmen der Welt, das Raketen von der schwimmenden Plattform namens Odyssey im Pazifik ins All startet. Dank der Äquatornähe können die Trägerraketen Zenit-3SL deutlich schwerere Lasten ins All befördern.

Dem 1995 gegründeten Konsortium Sea Launch gehören das amerikanische Unternehmen Boeing, die britisch-norwegische Kvarner Group, das Konstruktionsbüro Juschnoje (Ukraine), die Produktionsvereinigung Juschmasch (Ukraine) und der Raketenbauer Energija (Russland).

Seit 1999 habe Sea Launch 22 erfolgreiche Starts verbucht, sagte Korn. Bis heute habe es nur einen Fehlstart gegeben, und zwar am 12. März 2000. [ RIA Novosti  / russland.RU ]