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10-04-2007 Weltraum
Proton-Rakete aus Russland bringt kanadischen Telekom-Satelliten sicher ins All
Die russische Trägerrakete Proton-M ist in der Nacht zum Dienstag mit dem kanadischen Telekom-Satelliten Anik F3 vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan gestartet. "Der Start war erfolgreich, die Trennung des Satelliten von der Rakete ist für 12.05 Uhr Moskauer Zeit (10.05 Uhr MEZ) geplant", sagte ein Sprecher des russischen Raumfahrtzentrums Chrunitschew.

Nachdem Anik F3 die vorgesehene Umlaufbahn erreicht hat, soll er 15 Jahre Nordamerika mit verschiedenen Telekommunikationsdiensten versorgen - von Telefonaten über Satelliten- und Internetkommunikation bis hin zu Fernsehübertragungen.

Anik F3 ist bereits der vierte Satellit, der im Auftrag der Firma Telesat mit einer russischen Rakete vom Typ Proton in den Weltraum geschossen wurde. Der 4,6 Tonnen schwere Satellit wurde vom europäischen Konzern EADS Astrium auf der Basis einer Satellitenplattform Eurostar 3000 gebaut. Auf der Umlaufbahn soll der Satellit 35 Meter lange Solarbatterien ausfahren.

Die Trägerraketen Proton werden im Chrunitschew-Zentrum hergestellt. Von den bisher erfolgten 300 Starts von Proton-Raketen waren 96 Prozent erfolgreich.

Die Starts bietet das russisch-amerikanische Gemeinschaftsunternehmen International Launch Services (ILS) an, dessen Gründer Space Transport (Delaware, USA) sowie das Chrunitschew-Zentrum und der russische Raketenbauer Energia sind. Seit 1996 hat ILS insgesamt 39 Starts im Auftrag von führenden Satellitenbetreiber organisiert. [ RIA Novosti  / russland.RU ]