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07-09-2007 Weltraum
Raketenbauer Chrunitschew will Fehler bei Proton-Rakete schnellstmöglich beheben
Der russische Raketenbauer Chrunitschew, der Proton-M-Trägerraketen herstellt, wird nach dem missglückten Start vom Donnerstag auf die Behebung der Mängel hinarbeiten und dabei die Schlussfolgerungen der zuständigen Kommission berücksichtigen. Chrunitschew werde alles daran setzen, ähnliche Situationen in der Zukunft zu vermeiden und den Betrieb der Proton-Raketen schnellstmöglich wiederaufzunehmen, sagte der offizielle Unternehmenssprecher Alexander Bobrenjow am Donnerstag in Moskau.




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Chrunitschew werde alles daran setzen, ähnliche Situationen in der Zukunft zu vermeiden und den Betrieb der Proton-Raketen schnellstmöglich wiederaufzunehmen, sagte der offizielle Unternehmenssprecher Alexander Bobrenjow am Donnerstag in Moskau.

Nach dem Start einer Proton-M-Rakete mit einem japanischen Kommunikationssatelliten in der Nacht zum Donnerstag vom kasachischen Raumbahnhof Baikonur gab es Probleme beim Betrieb der zweiten Raketenstufe. Aus noch nicht ganz geklärten Gründen explodierte die Rakete, deren Trümmer in der kasachischen Steppe niedergingen.

"Zur Klärung der Unglücksursachen wurde eine Kommission gebildet. Wir werden die Empfehlungen der Kommission berücksichtigen", sagte Bobrenjow.

Der japanische Satellig JCSat 11 war für 300 Millionen US-Dollar versichert worden, teilte Wjatscheslaw Schabalin, stellvertretender Vorstandsvorsitzender von „Russisches Versicherungszentrum“, RIA Novosti mit.

„Wir sind Versicherer bei diesem Start bezüglich der Haftung vor Drittpersonen. Unser Vertreter gehört einer interministeriellen Kommission an, die die Umstände der Havarie der Protom-M-Rakete ermittelt. Nach der Festlegung und Abstimmung aller Parameter des zugefügten Schadens sind wir bereit, alle notwendigen Zahlungen zu leisten“, sagte er.

Der missglückte Start der Trägerrakete Proton-M mit dem japanischen Nachrichtensatelliten JCSat 11 wird die Pläne seines Produzenten JSat Corporation nicht beeinflussen, erklärte das Unternehmen.

„Die Versicherung wird die Kosten des Satelliten und die Ausgaben decken, die mit dem Start zusammenhängen. Deshalb wird der Einfluss des Unglücks minimal sein“, wird in der Mitteilung betont.

„Dieser Satellit wurde als ein Reserveraumapparat gestartet, den ein anderer in der Zukunft ablösen sollte. Deshalb wird sich der Misserfolg keinesfalls auf Übertragungsleistungen auswirken, die derzeit erbracht werden“, heißt es in der Mitteilung.

Trotz des Absturzes der Trägerrakete Proton-M läuft die Vorbereitung auf den Abflug der Crew zur Internationalen Raumstation mit einem Sojus-TMA-11-Raumschiff auf dem Raumbahnhof Baikonur weiter.

„Gegenwärtig wird das bemannte Schiff in Hinsicht auf die Kompatibilität seiner Radiosysteme getestet. Dazu wurde die Sojus TMA-11 in eine echolose Kammer plaziert, und die Radiokommunikationen an Bord werden eingeschaltet“, sagte ein Vertreter der russischen Weltraumbehörde Roskosmos.

Die bemannte Sojus TMA-11 soll am 10. Oktober von der Startrampe Eins des Raumbahnhofs Baikonur starten.

Das Schiff soll den Kosmonauten Juri Malentschenko, die NASA-Astronautin Peggy Whitson und den Malaysier Sheikh Muszaphar Shukor al Masrie zur Internationalen Raumstation bringen. [ria-novosti]