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29-09-2007 Weltraum
Russland darf seine Raketen jetzt auch von Kourou starten – Reiselust ins All ungebrochen
Das französische Parlament hat den Weg für den Start von russischen Sojus-Trägerraketen vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou freigemacht. Nach dem Senat stimmte auch die Pariser Nationalversammlung einer Vereinbarung mit der Europäischen Raumfahrtagentur ESA zu.



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Der Raketenbetreiber Arianespace will in Französisch-Guayana künftig mit der großen Ariane-5-Rakete, der mittelgroßen Sojus-Rakete und der geplanten kleinen europäischen Trägerrakete Vega die ganze Bandbreite von Satellitenstarts abwickeln können. Flüge mit Sojus-Raketen sind dabei nur ungefähr halb so teuer wie mit der Ariane. Die notwendigen Umbauten für die russischen Raketen werden auf 223 Millionen Euro beziffert; 140 Millionen Euro davon übernimmt der französische Staat.

Sohn von US-Astronaut Owen Garriott will auch ins All fliegen

Wie der Vater, so der Sohn: Der US-Computerspiel-Entwickler Richard Garriott will auf den Spuren seines Vaters Owen Garriott wandeln und ins All starten. Richard Garriott werde der nächste Weltraumtourist sein, teilte das US-Unternehmen Space Adventure am Freitag mit. Der vor allem für seine Ultima-Spiele weltweit bekannte Computerspiel-Designer erklärte zu seinen Beweggründen: "Wir müssen in unserem Kopf bereit bleiben für Abenteuer und unseren Intellekt immer wieder stimulieren."

Owen Garriott seinerseits war lange Jahre Astronaut bei der US-Raumfahrtbehörde NASA, er flog zweimal ins All. Die jetzigen Pläne seines Sohnes kommen für ihn nicht überraschend. "Wegen meiner Karriere war es ganz natürlich, dass sich Richard für das Weltall interessierte", berichtete der Vater. "Ich bin so froh, dass er das nun selbst erleben kann. Ich bin sehr stolz auf ihn."

Garriott soll den Angaben zufolge im Oktober kommenden Jahres ins All starten. Er hat bereits mit dem Training begonnen. Space Adventure organisiert seit 2001 Reisen ins All, der erste Weltraumtourist war der US-Millionär Dennis Tito.

Indien will eigene Astronauten ins All schicken

Indien will in Zukunft ein eigenes Raumfahrtprogramm auflegen und sogar eigene Astronauten ins All schicken. "Unser Ziel ist es, Technologien zu entwickeln, um mit indischen Trägerraketen ins Weltall zu kommen", sagte G. Madhavan Nair, Leiter der nationalen Raumfahrtagentur ISRO, am Donnerstag bei einer internationalen Konferenz zur Weltraumtechnik. Nur mit einem eigenen Raumfahrtprogramm werde man von anderen ernstgenommen, begründete Nair das Engagement.

Indien plant den Angaben zufolge im kommenden Frühling eine Mondsonde ins All zu schießen, bis 2013 will das Land insgesamt 60 auch bemannte Missionen in den Weltraum unternehmen, unter anderem auch zum Mars. Um Astronauten ins All zu schicken, müsste jedoch die Leistungsfähigkeit der indischen Raketen verdoppelt werden, räumte Nair ein. Er hoffe, dass dies durch eine Zusammenarbeit mit Russland und den USA beschleunigt werden könne. Seit Indien 1974 und 1998 Atomwaffen getestet hatte, verhinderten Sanktionen des Westens die Lieferung speziellen Luftfahrtzubehörs an den Subkontinent.