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01-10-2007 Weltraum
Rückkehr von Satellit Foton M3 und kapsel Fotino: Biologen kündigen Forschungsergebnisse an
Über den Zustand der Schnecken, Wassermolche, Falter und anderer Tiere sowie von Pflanzen nach einem Raumflug im Biosatelliten Foton soll am Dienstag Auskunft gegeben werden, teilte ein Sprecher des Institutes für medizinisch-biologische Probleme am Montag mit.




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„Unsere Wissenschaftler, die Experimente mit diesen biologischen Objekten durchgeführt hatten und die inzwischen in der Landekapsel des Raumapparates Foton M3 aus dem Weltraum zurückgekehrt sind, teilen am 2. Oktober erste Ergebnisse ihrer Arbeit mit“, sagte der Sprecher.

Der Biosatellit mit Faltern der Maulbeerspinner, Sandmäusen, Wassermolchen, Eidechsen, Schnecken und Schaben an Bord war zwölf Tage im All und landete am 26. September auf der Erde. Der rund 6,5 Tonnen schwere Foton M3 ist eine modernisierte Version des Raumapparates Photon, der seit 1985 zwölfmal im Weltraum erfolgreich eingesetzt worden war.

Laut dem Sprecher kamen die Sandmäuse bedauerlicherweise ums Leben, deren innere Organe aus den Körpern zur weiteren Untersuchung entfernt wurden.

Während des Fluges des Biosatelliten wurden insgesamt 26 Forschungsprogramme im Auftrag der russischen Weltraumbehörde (Roskosmos), der NASA, der Europäischen Weltraumagentur (ESA) und einer Reihe von Forschungsinstituten aus fünf Ländern durchgeführt.

Untersucht wurde unter anderem die Einwirkung der Schwerelosigkeit auf den physiologischen Zustand der Sandmäuse, das Verhalten der Schnecken, die Geweberegeneration bei den Wassermolchen sowie auf den Zellenmetabolismus bei den Gecko-Eidechsen.

Außerdem wurde der Einfluss der Schwerelosigkeit auf die körperliche Belastbarkeit und den Zustand der Muskelgewebe bei den Schaben, auf die Entwicklung des Falters aus einer Larve und die Lebensfähigkeit des vom Raumflug zurückgekehrten ausgewachsenen Individuums erforscht.

Ein weiterer Gegenstand der Forschungen war der Einfluss des Raumfluges auf die biologischen Eigenschaften von Erdnuss-Samen. Weitere Versuche galten Mikroorganismen.

Im Jahre 2005 hatten sich bereits Krebse, Gecko-Eidechsen und spanische Rippenmolche sowie Mikroorganismen für ein biologisches Forschungsprogramm an Bord des russischen Satelliten Foton M2 im Weltraum aufgehalten.

Die Forscher werden außerdem über die Vorbereitung des beispiellosen Experiments Mars-500 berichten, bei dem sechs Freiwillige aus verschiedenen Ländern in einer isolierten Kapsel, die ein Mars-Raumschiff simuliert, 500 bis 700 Tage verbringen werden.

Das Experiment soll am Jahresende in Angriff genommen werden. [ria-novosti]