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05-10-2007 Weltraum
Russland feiert 50. Jahrestag des "Sputnik"-Starts
Mit einer feierlichen Zeremonie am Grab des Weltraum-Pioniers Sergej Koroljow haben russische Kosmonauten den 50. Jahrestag des Starts des Satelliten "Sputnik" gefeiert. Die Veteranen des sowjetischen Raumfahrtprogramms legten am Donnerstag an der Kreml-Mauer in Moskau Blumen am Grab Koroljows nieder, der das "Sputnik"-Projekt ins Leben gerufen hatte.



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Nahe der russischen Hauptstadt wurde ein Monument zum Gedenken an den Satelliten enthüllt. Auf Großleinwänden in der ganzen Stadt wurden Bilder des historischen Starts gezeigt, der am 4. Oktober 1957 das Weltraumzeitalter eingeleitet hatte.

"Wir waren die Ersten", titelte die russische Zeitung "Iswestija" am Donnerstag patriotisch. "Um 22.28 Uhr Moskauer Zeit begann am 4. Oktober 1957 für die Menschheit ein neues Weltraumzeitalter." Der Start des russischen Satelliten hatte seinerzeit im Westen bisher nie gekannte Ängste ausgelöst. Mitten im Kalten Krieg schien plötzlich klar, dass das bisher technisch für rückständig gehaltene Moskau Atomsprengköpfe bis in die USA schicken konnte. Der Versuch der USA mit einem eigenen Satelliten zu kontern, endete im Dezember 1957 mit einem Debakel: Dieser ging schon kurz nach dem Start in Flammen auf und stürzte auf die Erde zurück.

Russland hatte daraufhin jahrelang im Weltall die Nase vorn, 1961 reiste mit Juri Gagarin der erste Mensch ins All. Erst 1969 gewannen die USA die Oberhand, als der US-Astronaut Neil Armstrong als erster Mensch den Mond betrat. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 litt das russische Raumfahrtprogramm unter dramatischem Geldmangel, in der jüngeren Vergangenheit konnte es mit Unterstützung des Staates und durch internationale Partnerschafen wiederbelebt werden. Erst am Mittwoch unterzeichneten die US-Raumfahrtbehörde NASA und die russische Raumagentur Roskosmos eine neue Kooperationsvereinbarung. Russland soll demnach technische Unterstützung für die Programme zur Erforschung von Mond und Mars liefern.