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14-04-2008 Weltraum
Russland zuverlässig: Weltstatistik vertraut Proton-Raketen
Seit 1965 hat es insgesamt 334 Starts der russischen Trägerrakete Proton gegeben, 40 davon sind misslungen, darunter 24 wegen technischen Störungen der Raketen selbst, teilte Wladimir Nesterow, Generaldirektor des Chrunitschew-Zentrums, in dem die Trägerraketen Proton hergestellt werden, in einem Interview für die Zeitung "Rossijskaja gaseta" mit.




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Auf die Frage, wie ausländische Auftraggeber die misslungenen Proton-Starts bewerten, antwortete Nesterow, dass sie die Weltstatistiken gut kennen. "Nicht von ungefähr hat Proton der Raumfahrtbranche und unserem Land schon etwa 3,5 Milliarden US-Dollar gebracht. Es wurden Verträge in Höhe von ungefähr 1,5 Milliarden US-Dollar abgeschlossen. Das ist nicht wenig", fügte er hinzu.

Das Chrunitschew-Zentrum produziert zwei Typen der Trägerraketen Proton: Proton-K und Proton-M. Proton-K ist eine Rakete der schweren Klasse. Nach den ersten vier Starts wurde beschlossen, auf ihrer Grundlage einen kosmischen Träger der schweren Klasse mit Erhöhung der Startmasse auf 700 Tonnen zu entwickeln.

Die Proton-K ist Grundlage des Weltraumtransportsystems und wird aktiv bei kommerziellen Starts von Satelliten aus ausländischer Produktion eingesetzt. Alle diese Starts erfolgen gemäß einem Beschluss der russischen Regierung im Rahmen des russisch-amerikanischen Joint Ventures International Launch Services.

Proton-M ist eine modernisierte Variante der Rakete Proton-K. Sie verfügt über ein verbessertes Energie-Masse-Verhältnis, Betriebs- und ökologische Charakteristiken. Der erste Start der Trägerrakete Proton-M mit Beschleunigungsblock Bris-M hat am 7. April 2001 stattgefunden. RIA Novosti