russland.RU berichtet in Wort und Bild aus Russland und über Russland. Ungebunden, unabhängig und überparteilich. Ohne Vorurteile und Stereotypen versucht russland.RU Hintergründe und Informationen zu liefern um Russland, die Russen und das Leben in Russland verständlicher zu machen. Da wo die großen Verlage und Medienanstalten aufhören fängt russland.RU an.



03-06-2008 Weltraum
Kosmonauten sollen wegen defekter Toilette ISS früher verlassen
Die defekte Toilette auf der Internationalen Raumstation ISS könnte die russische Besatzung dazu zwingen, schön früher auf die Erde zurückzukehren. "Es stimmt, wir haben ein Problem mit der Spülung. Das ist durchaus ein ernstes Thema, unter Umständen muss die Besatzung vorzeitig abreisen", sagte der Leiter der russischen ISS-Mission, Wladimir Solowjow, am Dienstag der Nachrichtenagentur Interfax.

Die Toilette auf der ISS ist seit einer Woche defekt. Die beiden russischen Kosmonauten und ihr US-Kollege müssen sich seitdem mit der Sanitäranlage der "Sojus"-Landekapsel behelfen. Die US-Raumfähre "Discovery" brachte am Montag die dringend benötigten Ersatzteile, diese sollen laut Solowjow am Donnerstag oder Freitag eingebaut werden.

Die Discovery mit sieben Astronauten an Bord war am Montag erfolgreich an der ISS angedockt. In insgesamt drei Außeneinsätzen sollen die Astronauten ein japanisches Labormodul an der Raumstation installieren. Der erste Weltraumspaziergang war bereits für Dienstag geplant.

Bei ihrem Start am Samstag hatte die "Discovery" die Startrampe auf dem US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral schwer beschädigt - Fotos der NASA zeigten eine riesige Bresche in der Steinmauer. Nach Angaben der US-Raumfahrtbehörde blieb die Raumfähre selbst unbeschädigt, doch sei die Rampe im derzeitigen Zustand für künftige Missionen nicht mehr einsetzbar. Cape Canaveral verfügt normalerweise über zwei Startrampen für die Shuttle-Missionen, doch wird eine von ihnen bereits für die nächste Generation von Raumfähren umgebaut.

Die nächste Shuttle-Mission ist für Oktober geplant. NASA-Manager LeRoy Cain zeigte sich überzeugt, bis dahin eine Lösung gefunden zu haben: Entweder könne die Rampe repariert oder die andere für den Start nutzbar gemacht werden.