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30-08-2008 Weltraum
Russland bringt fünf deutsche Satelliten ins All
Eine russisch-ukrainische Rakete vom Typ Dnjepr ist am Freitag vom Weltraumbahnhof Baikonur mit fünf deutschen Erderkundungs-Satelliten Rapid Eye an Bord ins All geschossen worden. Wie ein Sprecher der Strategischen Russischen Streitkräfte am Freitag mitteilte, dienen die Satelliten vor allem der Kartographie.



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Wie die russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos mitteilte, hob die Rakete um 11:15 Uhr Moskauer Zeit (09:15 MEZ) vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan ab. Rund eine halbe Stunde später hatten alle Satelliten ohne Komplikationen ihre Umlaufbahnen erreicht.

Das Satellitensystem Rapid Eye umfasst fünf Satelliten mit optischen Kameras, die in der Lage sind, Bilder mit einer Auflösung von 6,5 Meter zu machen. Täglich sollen von verschiedenen Punkten Erdaufnahmen gemacht werden. Die Daten sollen vor allem landwirtschaftlichen Zwecken dienen. Sie sollen die Ernteplanung erleichtern und bei der Bestimmung von Ernteschäden helfen. Außerdem werden die Aufnahmen für die Kartographie genutzt.

Das System wurde von Deutschland in Auftrag gegeben und in Kanada und Großbritannien gebaut. Bei der Dnepr-Rakete handelt es sich um eine zivile Weiterentwicklung der Interkontinentalrakete RS-20B, die von der russischen Armee ausgemustert wurde.