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20-11-2008 Weltraum
Internationale Raumstation ISS feiert 10. Geburtstag
Vor zehn Jahren hat mit dem Start des russischen Moduls Sarja das Weltraumprojekt des 20. und des 21. Jahrhunderts begonnen: der Aufbau der internationalen Raumstation (ISS). Das Modul Sarja, das in Russland vom Chrunistschew-Raumfahrtzentrum mit Geldern des US-Konzerns Boeing gebaut worden war, war das erste Element der heute größten Station im Weltraum.




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Die Verhandlungen zum ISS-Projekt hatten bereits im Jahr 1993 begonnen. Zu jener Zeit hatte Russland bereits 25-jährige Erfahrungen bei der Nutzung der Raumstationen Salut und Mir sowie mit dem bemannten Raumschiff Sojus und dem Raumtransporter Progress.

Außerdem verfügte die russische Weltraumfahrt im Unterschied zur amerikanischen über einzigartige Erfahrungen bei der Organisation von Langzeitflügen von 438 Tagen.

Am 2. September 1993 hatten der damalige russische Premierminister Viktor Tschernomyrdin und der damalige US-Vizepräsident Albert Gore eine gemeinsame Erklärung über die Zusammenarbeit im Weltraum unterzeichnet, die den Bau und die Einsteuerung einer internationalen Station in eine Umlaufbahn vorgesehen hatte.

Am 2. November 2000 brachte das Raumschiff Sojus TM-31 die erste Stammbesatzung zur ISA. Ihr gehörten die russischen Kosmonauten Juri Gidsenko und Sergej Krikaljow sowie der US-Astronaut William Shepherd an.

Die heutige 18. ISS-Besatzung sowie ihre Kollegen, die Astronauten des Shuttles Endeavour, werden das 10-jährige Jubiläum im Orbit nicht feiern können", sagte der Sprecher des russischen Flugleitzentrums, Valerij Lyndin. "Auf der Station läuft zurzeit die Arbeit auf Hochtouren. Den Astronauten des Shuttles steht es bevor, einen neuen Ausstieg ins All zu unternehmen".

Die ISS sollte laut Plan 15 Jahre im All bleiben, doch sind technische Möglichkeiten für einen längeren Aufenthalt vorhanden.

Neben Russland, den USA und den EU-Staaten beteiligen sich auch Japan, Kanada und Brasilien am Aufbau der Weltraumstation. RIA Novosti