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04-04-2009 Weltraum
Russland bringt europäischen Satelliten Eutelsat W2A ins All
Eine russische Trägerrakete hat den europäischen Telekommunikations-Satelliten Eutelsat W2A erfolgreich ins All befördert. Der Satellit habe sich planmäßig von der Rakete vom Typ Proton- getrennt und werde jetzt vom europäischen Satellitenbetreiber Eutelsat gesteuert, erklärte am Samstag einen Vertreter der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos.



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Die Trägerrakete war am Freitag um 18.24 Uhr MESZ vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan gestartet. Es handelte sich um den 50. Einsatz einer Proton-Rakete. Seit dem ersten kommerziellen Start im Jahr 1996 mit dem Satelliten Astra-1F an Bord wurden mit Proton-Raketen insgesamt etwas mehr als 65 Raumapparate im Interesse ausländischer Auftraggeber ins All geschossen.

Den Vertrag über den Start der Raumsonde mit der Trägerrakete Proton-M und dem Beschleunigungsblock Bris-M hatte International Launch Services (ILS) abgeschlossen. Der Besitzer des Mehrheitspakets der Aktien bei ILS sei das Chrunitschew-Zentrum, Entwickler und Hersteller der Rakete Proton-M und des Beschleunigungsblocks Bris-M.

Das ist bereits der vierte Start eines Satelliten der Baureihe Eutelsat W2A in diesem Jahr gewesen. "Im Februar fanden zwei erfolgreiche Proton-M-Starts im Rahmen des Föderalen Weltraumprogramms und im Interesse des Verteidigungsministeriums vom Kosmodrom Baikonur statt", so ein Vertreter des Chrunitschew-Zentrums.

Der Satellit Eutelsat W2A soll 15 Jahre im Orbit im Einsatz bleiben, seine Masse beträgt etwa sechs Tonnen.

Der von Thales Alenia Space gebaute Satellit ist bestückt mit 46 Ku-Band Transpondern, zehn C-Band Transpondern. Neben wichtigen neuen Ku-Band- und C-Band-Kapazitäten für Eutelsat trägt der Satellit W2A die erste europäische S-Band-Nutzlast für TV- und Datendienste für mobile Endgeräte und Fahrzeuge an Bord. Diese S-Band-Nutzlast wird Solaris Mobile vermarkten. Das Unternehmen ist ein Joint-Venture von Eutelsat und SES Astra.

W2A ersetzt den Eutelsat-Satelliten W1 auf Position 10° Ost. Auf dieser wichtigen Position der Gruppe erhöht und verbreitert der neue Satellit das Kapazitätsangebot deutlich. Den Satelliten hat Thales Alenia Space für Eutelsat gebaut. Dieser basiert auf der Spacebus 4000C4 Plattform. Seine drei verschiedenen Nutzlasten arbeiten in drei Frequenzbändern. [ russland.RU ]