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15-02-2011 Weltraum
Mars-Mission kommt auf dem Roten Planeten an


Eine Gruppe von Wissenschaftlern, die seit 250 Tagen in Moskau eine Mission zum Mars simuliert, hat am Montag ihr Ziel erreicht: zwei der "Astronauten" betraten die nachgebaute Oberfläche des Roten Planeten.




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"Das ist eine gute Sache mit Blick auf eine zukünftige wirkliche Mission", sagte der Chef der Wissenschaftsabteilung der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA, Christer Fuglesang.

Der Russe Alexander Smolewski und sein italienischer Kollege Diego Urbina setzten in weißen Raumanzügen ihre Füße auf den sandigen Boden und hissten auf der zehn mal sechs Meter großen Fläche die Flaggen Russlands, Chinas und der Europäischen Union. Außerdem nahmen sie während ihres 72-minütigen Ausflugs Bodenproben des Roten Planeten. Eine wirkliche Marsmission ist frühestens in 20 Jahren vorgesehen.

"Wenn ich heute auf diese rote Landschaft schaue, kann ich nachempfinden, wie begeisternd es sein muss, durch die Augen des ersten Menschen zu sehen, der seinen Fuß auf den Mars setzt", sagte Urbina. Smolewski widmete seine "ersten Schritte auf dem Mars" dem ersten Menschen im All, Juri Gagarin.

Die "Landung" der beiden wurde auf Riesenbildschirme ins russische Raumfahrtzentrum Korolew bei Moskau übertragen. Zwei weitere "Weltraumspaziergänge" sind am kommenden Freitag sowie nächste Woche geplant. Dann soll auch der Chinese Wang Yue mit von der Partie sein, der zum dreiköpfigen "Landungsteam" des Mars-500-Experiments gehört. Drei weitere "Astronauten" begleiten die Spaziergänge vom ursprünglichen Raumschiff aus, in dem das Team im Juni seine Simulation begonnen hatte.

Fuglesang sprach von einem "sehr nützlichen" Experiment, das vor einem wirklichen Flug zum Mars nötig sei. "Diese Erfahrung dient dazu, etwas zu lernen, und nicht dazu, sich zu amüsieren". Etwas bequemer als wirkliche Raumfahrer hatten Smolewski und Urbina es allerdings: auf ihrem "Mars" standen Stühle, wo die beiden sich ausruhen konnten.

Das russische Institut für biomedizinische Probleme (IBMP) und die Europäische Raumfahrtbehörde ESA als Organisatoren wollen mit dem Experiment testen, wie die 26 bis 38 Jahre alten Teilnehmer auf eine so lange Zeit in Isolation reagieren. Der Test soll insgesamt 520 Tage dauern, die "Astronauten" dürfen ihre enge Raumkapsel, die in einer Halle in Moskau steht, also erst im November wieder verlassen.
[ russland.RU ]
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