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24-05-2011 Weltraum
Untersuchungsausschuss: Drei GLONASS-M-Satelliten wegen zuviel Treibstoff abgestürzt


Ein Überschuss an Treibstoff im Booster der Rakete ist offenbar der Grund für den Absturz von drei russischen GLONASS-M- Satelliten im Dezember 2010, berichtete der offizielle Sprecher des Untersuchungsausschusses Russlands, Wladimir Markin Nach jüngsten Angaben der Behörde "kam es infolge eines Fehlers in einer Formel zur Berechnung der Dosierung von flüssigem Sauerstoff zu einer Überbefüllung von anderthalb Tonnen zum Fehlstart der drei GLONASS- Satelliten".




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Markin zufolge "wurde der Fehler durch mangelhafte Arbeitsgestaltung und -organisation bei der Erarbeitung technischer Dokumente bei dem Unternehmen 'Energija' und durch unzureichende Kontrolle seitens der Mitarbeiter der föderalen Raumfahrtagentur Roskosmos verursacht".

Er erinnerte, dass der russische Staat infolge des Absturzes der GLONASS-M-Satelliten in den Pazifischen Ozean am 5. Dezember des Vorjahres einen Verlust in Höhe von 430 Millionen Euro erlitten hatte. Die Untersuchungsverwaltung des Untersuchungsausschusses Russlands im Zentralen Föderalen Bezirks befasst sich mit der Ermittlung.

Nach dem Unglück wurden der Vize-Präsident von Energija, Wjatscheslaw Filin, und der stellvertretende Leiter der Agentur Roskosmos, Viktor Remischewski, entlassen. Der Roskosmos-Chef Anatoli Perminow erhielt eine Rüge. Kurz danach erreichte er das Pensionsalter von 65 Jahren und wurde vom 54-jährigen einstigen stellvertretenden Verteidigungsminister Russlands, Wladimir Popowkin, im Amt abgelöst. [russland.RU]