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14-04-2013 Weltraum
Putin führt Beratung zur Neuordnung der russischen Weltraumfahrt durch


Blagoweschtschensk – Am Tag der Kosmonautik, am 12. April, führte Putin im Rahmen der Neuordnung der russischen Weltraumfahrt und dem Ausbau des Kosmodroms Wostotschny in Blagoweschtschensk eine Beratung durch.

Zuvor hatte er vom Kosmodrom Wostotschny beste Grüße zur ISS-Besatzung geschickt. "Ich möchte der ganzen Besatzung zum Feiertag, dem Tag der Kosmonautik, gratulieren. Das ist nicht einfach eine Gratulation, das ist die Gratulation vom Bauplatz unserer Zukunft, dem größten in Russland, dem Arbeitskosmodrom Wostotschny. … Ich reche sehr damit, dass das Kosmodrom nicht nur von unseren Fachleuten, sondern auch von unseren Kollegen aus den Vereinigten Staaten, aus Europa und aus anderen Ländern verwendet wird. Wir haben vor, hier die Starts auch von bemannten Raketen durchzuführen und haben vor, an dem ferneren Weltraum zu arbeiten. Hier ist ein guter Platz. Wir haben ihn sehr lange gewählt und gegenwärtig geht die Arbeit in vollem Umfang voran".


Putin wies darauf hin, dass der Weltraum ein Bereich in den russisch-amerikanischen Beziehungen ist, in dem es keine Differenzen gibt. Ihm zufolge werden die ersten Starts bis zum Jahr 2015 und die Starts der bemannten Flüge bis zum Jahr 2018 geplant.

In der Beratung über die Entwicklung der Weltraumbranche machte Putin auch Angaben zur Finanzierung. "Vom Jahr 2013 bis zum Jahr 2020 sollen für die Weltraumtätigkeit im Rahmen des entsprechenden staatlichen Programms etwa 1,6 Billionen Rubel (ca. 40 Milliarden €) bereitgestellt werden", sagte er und betonte, dass beim Verbrauch dieser Gelder der Schwerpunkt auf die perspektivreichsten, angewandten wissenschaftlich-technischen Richtungen gesetzt werden soll".

Vizepremier Rogosin hat dem Präsidenten am Freitag in der Beratung über die Entwicklung der Weltraumbranche vorgeschlagen, die russische Weltraumagentur Roskosmos im Rahmen der Reform der Raketen- und Weltraumbranche zu behalten.

"Während schwieriger Diskussionen kamen wir zu dem Schluss, dass es in der gegenwärtigen Etappe nötig ist, die Rolle des föderalen Organs der Exekutivmacht, Roskosmos, beizubehalten und zu verstärken und gleichzeitig etappenweise die Organisationen der Raketen- und Weltraumbranche in große Holdings als offene Aktiengesellschaften, in denen 100 Prozent der Aktien der Russischen Föderation gehören, zu konsolidieren", so Rogosin.

Der Chef von Roskosmos, Wladimir Popowkin, hat vorgeschlagen, einen Rat für Weltraum beim Präsidenten Russlands zu schaffen. "Es gibt ein Gesetz über die Weltraumtätigkeit und dort heißt es, dass der Präsident Russlands alle Funktionen in dieser Branche leitet. … Wir schlagen vor, einen Rat für Weltraum beim Präsidenten Russlands zu bilden, der alle Hauptrichtungen präzisieren und umsetzen wird". Außerdem schlug er vor, das Föderalen Weltraumprogramms nicht mehr wie bisher für fünf Jahre auszuarbeiten, sondern für zehn, und das alle fünf Jahre zu korrigieren.

Auf den Vorschlag, ein Ministerium für den Weltraum zu gründen, meinte Putin "Im Großen und Ganzen schließe ich das nicht aus, bitte aber Dmitri Olegowitsch Rogosin, sich das nochmals zu überlegen."

[russland.RU]
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