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31-08-2005 Weltraum
ISS-Besatzung trainiert unverzügliche Rückkehr zur Erde
Die Besatzung der Internationalen Raumstation (ISS), Sergej Krikaljow und John Phillips, wird heute ein planmäßiges Training zur Organisation der unverzüglichen Rückkehr zur Erde im Falle einer Havarie durchführen.

"Das Training schließt die Übung des Algorithmus des Verhaltens der Kosmonauten im Falle einer realen Gefahr für ihr Leben ein. In diesem Fall ist die Notevakuierung mit dem Rettungsraumschiff Sojus vorgesehen, das ständig an die Station angekoppelt ist", berichtete ein Experte des russischen Flugleitzentrums (Russ. Abk.: ZUP).

Er erläuterte, dass Krikaljow und Phillips die Fertigkeiten des schnellen Einstiegs in die Sojus-Landekapsel im Falle der Enthermetisierung der Station auffrischen werden.

"Das Raumschiff wird beim Training von der Station nicht losgekoppelt", präzisierte der Experte.

Ihm zufolge sei der Risikograd bei der Enthermetisierung unterschiedlich: von einem minimalen wie beim Luftverlust durch defekte Dichtungsmittel der Bullaugen, wie dies schon auf der ISS passierte, bis zu einer ernsthaften unvorhergesehenen Situation, wie sie sich auf der russischen Station Mir ereignete, als der Raumtransporter Progress dagegen stieß.

"Wenn die Besatzung ein Leck entdeckt, so ist es vor allem notwendig, die Erde darüber zu informieren. Dann muss in dem Bereich, in dem der Druck abfällt, mit Hilfe eines Spezialgeräts das Leck ermittelt, Sauerstoff nachgepumpt und die weitere Situation entsprechend unseren Anweisungen kontrolliert werden", sagte der ZUP-Experte. (RIA)