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07-11-2005 Weltraum
Roskosmos hat große Plane für 2006
Russland will seine nationale Satellitengruppierung aktiv entwickeln und modernisieren. Das erklärte Anatoli Perminow, Leiter der Föderalen Weltraumagentur (Roskosmos), in Peking in einem Gespräch mit russischen Journalisten.

Er erinnerte daran, dass die russische Regierung Ende Oktober das Föderale Weltraumprogramm für 2006 bis 2015 bestätigt hat, dessen Aufgabe die Entwicklung, die Ergänzung und die Modernisierung der Satellitenorbitalgruppierung unterschiedlicher Bestimmung ist.

Perminow zufolge ist die Betriebsdauer von etwa 40 Prozent der Satelliten schon abgelaufen.

"Obwohl die Gruppierung im Ganzen stabil funktioniert, ist es notwendig, die Betriebsdauer dieser kosmischer Apparate nicht nur zu erneuern, sondern auch zu erhöhen", sagte er.

Der Roskosmos-Leiter meint, es sei notwendig, Satelliten mit einer Betriebsdauer von bis zu 15 Jahren zu bauen.

"Notwendig sind die Steigerung und Modernisierung der kosmischen Nachrichtensysteme, auch wenn sie vorläufig keinen Grund zur Beunruhigung geben", betonte Perminow.

"Eine wichtige Richtung des Programms ist die Wiederherstellung der Weltraumsysteme zur Fernsondierung der Erde. Wir stellen die Aufgabe, ab 2006 mit regelmäßigen Starts moderner Flugkörper zu beginnen", sagte der Roskosmos-Leiter.

Von 2006 an beginnt auch die Wiederherstellung des hydrometeorologischen Systems. "Heute gibt es nur einen Meteor-Wettersatellit. Notwendig sind aber vier bis fünf solche Satelliten", bemerkte Perminow.

"Gesondert steht die Frage über die Aufnahme der Arbeit des russischen Globalen Navigationssatellitensystems (GLONASS). Roskosmos hält es für real, mit der Realisierung dieses Systems Ende 2007 zu beginnen. Heute gehören 14 Satelliten zu diesem System, das aber mit 18 Apparaten zu funktionieren beginnt", teilte Perminow mit. Bis 2010 werde die Zahl der GLONASS-Satelliten auf 24 gebracht, sagte der Roskosmos-Leiter.

Ihm zufolge plane Russland auch, 2006 vier Raumtransporter Progress und zwei bemannte Raumschiffe Sojus zur Internationalen Raumstation (ISS) zu starten. "Sollte es notwendig sein, zusätzlich ein bemanntes Raumschiff oder einen Raumtransporter zu starten, so soll das von jenem Land finanziert werden, in dessen Interessen der Flug unternommen wird", sagte Perminow.

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Er brachte die Hoffnung auf die Entwicklung der Zusammenarbeit mit den USA zum Ausdruck. Konkret nannte er den Kauf russischer Raumtransporter und bemannter Raumschiffe durch die amerikanische Seite für die ISS-Versorgung. Er erinnerte daran, dass der US-Kongress Ende Oktober einen Gesetzentwurf gebilligt hat, der die Beschränkungen für die Auswertung russischer Weltraumtechnologien, darunter für den Einsatz russischer Raumschiffe Sojus für ISS-Flüge, durch die NASA aufhebt.

Der Roskosmos-Leiter teilte mit, dass die Entwicklung der Raumfähre Clipper im Föderalen Weltraumprogramm als ein besonderer Punkt stehe. "Wir betrachten die Entwicklung dieser Raumfähre als ein internationales kommerzielles Projekt und werden verschiedenen Ländern anbieten, daran teilzunehmen", sagte Perminow.(RIA)