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12-11-2005 Weltraum
Russland kritisiert Übermacht der USA bei Satelliten-Spionage
Moskau hat die Übermacht der USA bei der Spionage mit Satelliten im Weltraum kritisiert. Der stellvertretende Befehlshaber der russischen Weltraumstreitkräfte, Generalleutnant Oleg Gromow, sagte am Freitag, zwölf bis 13 US-Spionage-Satelliten überwachten ununterbrochen das russische Staatsgebiet. Dagegen sei auf russischer Seite nur ein einziger derartiger Satellit im Einsatz.

Der Leiter der russischen Raumfahrtagentur, Anatoli Perminow, sagte der Nachrichtenagentur Ria Nowosti, die Haushaltsmittel für die Raumfahrt in den USA seien 30 Mal so hoch wie in Russland. Dort stünden dafür im Jahresdurchschnitt nur 800 Millionen Dollar (knapp 684 Millionen Euro) zur Verfügung. Unter diesen Umständen sei es eine "Illusion", von einem "Kräftegleichgewicht" mit den USA zu sprechen.

Gromow zufolge befinden sich derzeit 58 russische Militär-Satelliten im Weltraum. Deren Beobachtung decke jedoch nur ein Drittel der Erdoberfläche ab. Das Satellitensystem der USA biete dagegen eine umfassende Überwachung. Für Russland sei es vordringlich, Satelliten einer "neuen Generation" zu entwickeln. Diese müssten sowohl vor Raketen warnen als auch Informationen sammeln und bei der Navigation helfen können, fügte Gromow hinzu.